
In der ausdauernden Wartung und Pflege wie in der qualifizierten Weiterentwicklung der vorhandenen Bausubstanz liegen die Bauaufgaben der Zukunft. Das Bauen im Bestand liegt volumenmäßig schon heute deutlich über der Neubautätigkeit und diese Entwicklung wird sich weiter verstetigen. Deshalb muss sich das Handwerk auf die hier geltenden spezifischen bau- und betriebspraktischen Anforderungen einstellen und dabei auch die veränderten organisatorischen Zusammenhänge und Randbedingungen beachten.
Zum Beispiel kommen die Bauaufträge nicht in erster Linie von Architekten und Bauträgern, sondern oftmals direkt von Eigentümern, Nutzern oder professionellen Verwaltern von Immobilien. Die individuellen Bedürfnisse und Projektvorgaben von privaten, gewerblichen und öffentlichen Auftraggebern, Wohnungsbaugesellschaften oder gar Großinvestoren in unterschiedlichster Ausprägung gehen allerdings weit auseinander. In genau der gleichen breiten Spanne bewegen sich auch die landläufig als "SanReMo"-Aufgaben bezeichneten Bauleistungen, die man nicht nur des korrekten Sprachgebrauches wegen sorgfältig auseinander halten sollte.