
Nachdem die Nachfrage nach Fördermitteln sehr viel höher ist, als ursprünglich angenommen, machte Bundesminister Tiefensee im August zusätzlich eine halbe Milliarde Euro für Investitionszuschüsse und für die Minderung von Kreditzinsen locker.
Bereits Ende Juli meldete die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) das Erreichen des Vorjahresergebnisses und zugleich Ebbe in der Kasse, in die der Bundestag fürs laufende Jahr 900 Millionen Euro eingestellt hatte. Die zusätzlichen Mittel sichern die Fortführung des Programms, mit dem in den Jahren 2005 bis 2007 aus Bundesmitteln etwa 290.000 Wohngebäude umfassend energetisch saniert oder energieeffizient neu errichtet wurden. Über den reduzierten Energieverbrauch der betreffenden rund 640.000 Wohneinheiten verringert sich der jährliche CO2-Ausstoß um mehr als 2 Millionen Tonnen. Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm wirkt aber auch als Konjunkturprogramm und beflügelt damit den Arbeitsmarkt. Im Baugewerbe und in vor- und nachgelagerten Geschäftsbereichen schafft und sichert der „Job-Motor“ KfW-Fördermittel tausende von Arbeitsplätzen. Experten schätzen dieses Verhältnis auf 25.000 Arbeitsplätze je Milliarde Euro Investitionsvolumen im Jahr.