

Stuck verleiht den Fassaden ihr ganz individuelles Aussehen und macht sie einzigartig. In früheren Jahrhunderten wurde Stuck aufwändig verarbeitet, um den Reichtum der Bauherren zu demonstrieren. In jüngerer Zeit hat man diese Form des Fassadenschmucks wieder entdeckt und versieht auch moderne Fassaden mit Stuckprofilen.
Stuck im klassischen Sinne ist ein Sammelbegriff und beschreibt alle Arbeiten und handwerkliche Leistungen, die mit Gips-, Gipskalk- oder Kalkgipsmörtel ausgeführt werden. Dies können sowohl gezogene Profile, gegossene Formen oder vor Ort angetragene Reprofilierungen sein. Im Außenbereich werden diese Stuckarbeiten mit zementgebundenen Materialien durchgeführt. Dazu werden schnell erhärtende Werktrockenmörtel angeboten, die wasser- und frostbeständig sind. Hierbei ist darauf zu achten, dass Stuckteile mit hohem Gewicht durch konstruktive Maßnahmen (Bügel, Knüppel, Trageisen und dgl.) vor dem Herabfallen von Einzelteilen oder als Ganzes gesichert werden.
Zusätzlich können Armierungen notwendig sein, um einer evtl. Rissbildung vorzubeugen. Gezogene Profile in Gesamtdicken von mehr als ca. 5cm sind auf einer Drahtputzkonstruktion auszuführen. Vorgefertigte Stuckteile werden, nach ausreichender Härtung, mit einem Kleber oder Ansetzmörtel mit hoher Klebkraft versetzt. Sie können alternativ auch mit Dübeln befestigt oder verschraubt werden.