Änderungen der KfW Fördermittel zum Juli 2010

Weisen Sie Ihren Bauherrn auf die neuen Förderkonditionen hin!

Bei Baumaßnahmen im Bestand nehmen Fördermittel der öffentlichen Hand weiterhin eine wesentliche Stellung ein. Zum 1. Juli 2010 haben sich diverse KfW-Förderkonditionen geändert. Für das Bauhandwerk lohnt es sich, über Finanzierungsmodalitäten Bescheid zu wissen.

Trotz aller Aufklärung über die Medien sind Investoren und Bauherren über die Fördermöglichkeiten bei ihren Bauvorhaben häufig nicht genau informiert. Noch viel weniger kennen sie den aktuellen Stand der Dinge. Zwar wird das Bauhandwerk nicht die Stellung eines professionellen Finanzierungsberaters einnehmen – es ist aber ein Vorteil, in dieser Richtung Hilfestellung geben zu können. Voraussetzung dafür ist, erst einmal selbst Bescheid zu wissen. Hierzu gehört aktuell das Wissen um die Änderungen der KfW-Förderung zum 1. Juli 2010.

Möglichkeiten zur Beratung von Auftraggebern ergeben sich über entsprechende Hinweise und Nachfragen bei Kundengesprächen. Wichtig dabei ist: Für die Auftraggeber besteht vor Beauftragung oft die allerletzte Möglichkeit, in den Genuss der Förderung zu kommen, denn ist eine Baumaßnahme erst begonnen, sind die Ansprüche auf öffentliche Fördermittel in den meisten Fällen verwirkt.

Achtung: Der richtige Zeitpunkt entscheidet

Das Bauhandwerk sollte sich darüber bewusst sein, dass hier zwei Faktoren zum Tragen kommen: Zum einen kann man potentiellen Auftraggebern – gleichsam in Form eines Zusatzservice Hilfestellung dahingehend geben, bei der Finanzierung nichts vergessen zu haben. Zum anderen muss man nicht fürchten, im Falle einer aus Unwissenheit „vergeigten“ Finanzierung vom betreffenden Auftragnehmer mit in die Verantwortlichkeit genommen zu werden. In der Praxis könnte es immerhin sein, dass Zahlungen in solchen Fällen schleppender laufen, als im ersteren Fall einer beratenden Hilfestellung.

Grundsätzlich können beide Situationen Auswirkungen auf zukünftige Geschäfte haben: Ein verärgerter Auftraggeber wird beim nächsten Auftrag auch den Wettbewerb in die Auswahl aufnehmen. Ist er aber von der Kompetenz – mithin auch der „beratenden“ in Finanzierungsfragen – überzeugt und dazu von guter handwerklicher Arbeit angetan, wird er „sein“ Unternehmen auch im Bekanntenkreis weiter empfehlen. Weil solche Empfehlungen (wie auch negative Erfahrungen!) inzwischen sehr schnell in den einschlägigen Internet-Bewertungsbörsen kursieren, sollten Unternehmer die Wirkung dieser „Marktinformanten“ nicht unterschätzen.

In diesem Zusammenhang gilt es auch die geänderten Rahmenbedingungen bei Sanierungs- und Modernisierungs-Bauvorhaben zu bedenken. Von einem direkt beauftragten „Experten“ aus dem Bauhandwerk erwarten Auftraggeber in Ermangelung der meist nicht beteiligten Architekten oder Fachplaner, sowohl das baupraktische Handwerk zu beherrschen, als auch „um das ganze Drumherum Bescheid zu wissen“.

Das Bauhandwerk sollte sich darüber bewusst sein, dass hier zwei Faktoren zum Tragen kommen: Zum einen kann man potentiellen Auftraggebern – gleichsam in Form eines Zusatzservice Hilfestellung dahingehend geben, bei der Finanzierung nichts vergessen zu haben. Zum anderen muss man nicht fürchten, im Falle einer aus Unwissenheit „vergeigten“ Finanzierung vom betreffenden Auftragnehmer mit in die Verantwortlichkeit genommen zu werden. In der Praxis könnte es immerhin sein, dass Zahlungen in solchen Fällen schleppender laufen, als im ersteren Fall einer beratenden Hilfestellung.

Grundsätzlich können beide Situationen Auswirkungen auf zukünftige Geschäfte haben: Ein verärgerter Auftraggeber wird beim nächsten Auftrag auch den Wettbewerb in die Auswahl aufnehmen. Ist er aber von der Kompetenz – mithin auch der „beratenden“ in Finanzierungsfragen – überzeugt und dazu von guter handwerklicher Arbeit angetan, wird er „sein“ Unternehmen auch im Bekanntenkreis weiter empfehlen. Weil solche Empfehlungen (wie auch negative Erfahrungen!) inzwischen sehr schnell in den einschlägigen Internet-Bewertungsbörsen kursieren, sollten Unternehmer die Wirkung dieser „Marktinformanten“ nicht unterschätzen.

In diesem Zusammenhang gilt es auch die geänderten Rahmenbedingungen bei Sanierungs- und Modernisierungs-Bauvorhaben zu bedenken. Von einem direkt beauftragten „Experten“ aus dem Bauhandwerk erwarten Auftraggeber in Ermangelung der meist nicht beteiligten Architekten oder Fachplaner, sowohl das baupraktische Handwerk zu beherrschen, als auch „um das ganze Drumherum Bescheid zu wissen“.

Mehr Sanierung, mehr Fördermittel

Nach wie vor gilt die Fördermaxime „je höher die Energieeffizienz eines Gebäudes nach Fertigstellung, umso attraktiver die Förderung“. Für das Bauhandwerk bedeutet das in der Konsequenz, seine Beratung in Richtung einer Optimierung auszurichten: Das spart erstens dem Auftraggeber in den Folgejahren Energiekosten, wirkt sich zweitens positiv auf seine Finanzierungskosten aus und kann für den Unternehmer drittens eine beträchtliche Erweiterung seines Auftrages bedeuten.

Die Fördermittel müssen bei der KfW vor Beginn der Maßnahmen beantragt werden. Je nachdem, mit welchem Aufwand die Sanierung eines Gebäudes erfolgt, können Kredite mit unterschiedlichen – und erfahrungsgemäß sich immer wieder ändernden! – Zinssätzen und Zuschüssen beantragt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, nur Zuschüsse zu beantragen, deren Höhe sich zum 1.7.2010 ändert. Änderungen wird es ebenfalls für Berechnungen und Nachweise geben.

Die KfW bietet für Sanierungsmaßnahmen folgende Programme an, die sich im Wesentlichen durch die Art der Förderung – Kredit oder Zuschuss – unterscheiden:

  • 1. Energieeffizient Sanieren mit dem Programm 151/152 (Kredit)
  • 2. Energieeffizient Sanieren, Programm 430 (Zuschuss)
  • 3. Energieeffizient Bauen, Programm 153/154 (Kredit)
  • 4. Sonderförderung Baubegleitung, Programm 431 (Zuschuss)

Auf die Überwachung der Baumaßnahmen achten

Bei den KfW-Effizienzhäusern 70, 85, 100 und 115 empfiehlt die KfW die Begleitung der Maßnahmen durch einen Sachverständigen oder Energieberater. Hingegen ist bei Kauf/Ersterwerb oder Sanierung des KfW-Effizienzhauses 55 die Planung und Baubegleitung durch einen Sachverständigen oder „dena-registrierten” Energieberater verbindlich nachzuweisen.

Praxistipp Baudokumentation

In Zeiten digitaler Fotografie stellt der Bildnachweis der eigenen Handwerksarbeit für die eigene Dokumentation und Archivierung keinen besonderen Aufwand mehr dar. Wer den Baufortschritt, knifflige Detailpunkte sowie schlecht zugängliche Bereiche konsequent dokumentiert, muss – korrekte Arbeit vorausgesetzt – im Nachhinein keine Kosten für den Nachweis seiner korrekten Arbeit fürchten. Nebenbei kann so manches Bild der eigenen Werbung und Öffentlichkeitsarbeit dienen. Eine leistungsfähige digitale „Knipskamera“ gehört deshalb heute in jede Baustellenausrüstung.

Autor:
Karl Cerenko, Dipl.-Ing. Architekt und freier Fachjournalist

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