Ausgewählte Referenzen der SAKRET Gruppe Deutschland.
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Umgestaltung Marktplatz Dortmund-Aplerbeck

Ausführung der gebundenen Pflasterdecke

Für die Bürger von Aplerbeck in Dortmund verkörpert der Marktplatz den zentralen Ort des öffentlichen Lebens mit Wochenmarkt, Festveranstaltungen, Konzerte und Aufführungen aller Art. In 2008 entschied sich der Stadtbezirk, diesen neu zu gestalten. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Neugestaltung war die Ausführung der Plasterdecke in gebundener Bauweise. Diese zeichnet sich insbesondere durch hohe Belastbarkeit, dauerhafte Formstabilität und Pflegeleichtigkeit aus.

Für die Pflasterdecke wurde Steine aus Grauwacke ausgewählt. Diese robusten Natursteine aus dem benachbarten Sauerland betonen die Regionalität ebenso wie den Anspruch auf Nachhaltigkeit - sowohl das Material betreffend, als auch die Nutzungseffizienz sowie den Erhaltungsaufwand. Das war der Grund, die Pflasterung als "gebundene Bauweise" auszuführen. Pflasterflächen dieser Art sind in Bezug auf Druck und mechanische Bewegung um vieles höher belastbar, als Pflasterflächen auf loser Schotterbettung. Auch spart die Kommune auf Dauer Kosten für Pflege und Wartung, weil die vermörtelten Fugen nicht aussanden und deshalb nicht nachverfüllt werden müssen. Bei Intervallen bis drei Mal jährlich, wird der permanente Aufwand für diese "wieder kehrenden" Arbeiten deutlich.

Hohe Belastbarkeit, dauerhafte Formstabilität und Pflegeleichtigkeit sind also die Kennzeichen der gebundenen Bauweise, deren Technik auf drei Faktoren beruht: Die Pflastersteine werden (unter Berücksichtigung der Schwindungsmaße) "hammerfest" in einen mineralisch gebundenen Bettungsmörtel eingetrieben, der auf eine verfestigten Tragschicht aus Drainbeton oder Drainasphalt mit definierter Dicke ( > 20 cm) aufgebracht wird. Die Steinfugen werden in voller Höhe mit zement- oder harzgebundenem Mörtel verfüllt, so dass am Ende eine stabile starre Pflasterdecke mit geschlossener Oberfläche entsteht. Für gebundene Pflasterflächen ist deshalb zwingend eine Oberflächenentwässerung vorzusehen. Unabhängig davon ist die Drainfähigkeit der Bettungs- und Tragschicht zu gewährleisten, um die Gefahr des Auffrierens aus Sickerwasser und unterseitig anfallendem Kondensat zu unterbinden.

Gebundene Pflasterbeläge sind wegen der Temperatur-Bewegungen der "Platte" in ihrer Fläche durch Dehnungsfugen zu begrenzen. Deshalb erfolgte die Verlegung der 1.600 Quadratmeter Pflasterfläche nach einem proportional an der Platzgeometrie ausgerichteten Fugenplan. Dessen sichtbares Raster bestimmt heute die homogene Ansicht des Marktplatzes ebenso mit, wie die mittels drei Steinreihen abgesetzten Entwässerungsrinnen.

Um eine gleich bleibende Mörtelgüte sicherzustellen wurde der SAKRET Pflasterbettungsmörtel NBM 4 D im 25-Tonnen-Silo mit integriertem Mischer bereitgestellt und am Ort mittels Radlader verteilt. Bis zu sechs Pflasterer hatten wochenlang ordentlich zu tun, um Feld um Feld manuell zu pflastern und vor dem Einklopfen ins Mörtelbett überdies so manchen der 10x10x10 Zentimeter großen Pflastersteine nachzuarbeiten.

Für einen zügigen Arbeitsfortschritt erfolgte im Zeitversatz von zwei bis drei Tagen feldweise der Fugenverguss mit SAKRET Steinverguss-Sand ZPF Rustic. Den eingemörtelten Belag wenige Stunden später "auf endgültige Ansicht" abzuspülen, erforderte viel Fingerspitzengefühl für die Abbindezeit des Fugenmörtels und einen nicht zu strammen Wasserdruck. Die Sorgfalt bei allen Arbeiten quittiert der Marktplatz Aplerbeck heute mit Harmonie in der Fläche und im Detail. Dass für technische Fragen ein Berater von SAKRET sachverständig zur Seite stand, sei wenigstens am Rande erwähnt.

Weiterführende Informationen:

PDF: Ausbildung Dehnfugen und Aufmaßskizze

Ausführendes Bauunternehmen:

Höhler GmbH & Co. KG
Westererbenstr. 30
44147 Dortmund
www.hoehler.de

Planer:

Pesch & Partner
Zweibrücker Hof 2
58313 Herdecke
www.pesch-partner.de

Auftraggeber:

Stadt Dortmund
aplerbeck.dortmund.de

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