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SAKRET Flexkleber

Zementgebundener flexibler Kleber für Fliesen- und Plattenbeläge im Dünnbettverfahren

Zum Verlegen von diversen Fliesen- und Plattenbelägen sowie Feinsteinzeug auf verschiedenen mineralischen Untergründen im Dünnbettverfahren.

  • Begeh- und verfugbar nach ca. 24 Stunden
  • Fliese-auf-Fliese-Verlegung
  • Auf Flächenheizungen geeignet
  • Frostbeständig
  • Staubreduziert
Für innen und außen
Für Wand und Boden

Beweglicher und starker Kleber für Deine Fliesen. Der SAKRET Flexkleber passt sich durch seine Flexibilität entspannt größeren Temperaturveränderungen an. Terrassen mit Sonneneinstrahlung, Fußboden- und Wandheizungen bieten alle für ihn eine problemlose Grundlage. Dabei hält er Deine Fliesen oder Platten besonders fest an Deinem Boden oder Deiner Wand – ob innen oder außen. Deswegen kannst Du mit ihm einfach neue Fliesen auf Deine alten bringen. Um Deine Gesundheit zu schützen, erzeugt er auch wenig Emissionen.

Wie Du den flexiblen Kleber verarbeitest
Bevor Du zum SAKRET Flexkleber greifst, solltest Du den Untergrund auf jeden Fall mit einer passenden Grundierung vorbehandeln. Anschließend kannst Du den Kleber mit einer gezahnten Traufel in Deiner gewünschten Schichtdicke auf den Boden bringen. Arbeitest Du draußen, z. B. an Deiner Terrasse, ist eine sogenannte Kratzspachtelung auch auf der Rückseite Deiner Fliesen bzw. Platten für die optimale Haftung nur zu empfehlen. Achte dabei aber auf die Hinweise im Technischen Merkblatt und im Sicherheitsdatenblatt.

Mengenrechner

Artikelvarianten

Technische Daten

Auslobung Fliesenkleber C2 TE nach DIN EN 12004
Baustoffklasse DIN EN 13501-1 E
Begehbarkeit nach ca. 24 Stunde(n)
Belastbarkeit vollständig nach ca. 28 Tag(en)
Haltbarkeit 12 Monat(e)
Klebedicken bis 10 mm
Klebeoffene Zeit ca. 30 Minute(n)
Materialverbrauch - 10mm Zahnung ca. 3,3 kg/m²
Materialverbrauch - 12mm Zahnung ca. 4,2 kg/m²
Materialverbrauch - 4mm Zahnung ca. 1,6 kg/m²
Materialverbrauch - 6mm Zahnung ca. 2,1 kg/m²
Materialverbrauch - 8mm Zahnung ca. 2,7 kg/m²
Reifezeit ca. 3 Minute(n)
Verarbeitungstemperatur + 5 - 30 °C
Verarbeitungszeit ca. 2 Stunde(n)
Verfugbarkeit nach ca. 24 Stunde(n)
Wasserbedarf ca. 0,24 - 0,28 l/kg Trockenmörtel

Hinweis: Nur die technischen Daten aus den Technischen Merkblättern und den Sicherheitsdatenblättern sind bindend. Der Materialverbrauch ist abhängig von der Beschaffenheit des Untergrundes, der Handhabung des Werkzeuges und dem Verwendungszweck. Bei den Verbrauchsangaben (des Mengenrechners) handelt es sich um Erfahrungs- und Richtwerte, die im Einzelfall abweichen können.

Verarbeitung

Der Untergrund muss fest, staubfrei, trocken, tragfähig und frei von Rissen sein. Minderfeste oder nicht tragfähige Oberflächenschichten (z.B. Zementschlämme, Sinterschichten), extrem dichte und/oder glatte Untergründe sowie Trennschichten (z.B. Schmutz, Staub, Fett, Öl, Farbreste u.Ä.) müssen rückstandslos entfernt werden.
Vor dem Aufbringen des Materials ist der Untergrund zwingend mit einer Grundierung (z.B. SAKRET Universalgrundierung oder SAKRET Haftgrund schnell) zu behandeln. Die Angaben zur untergrundabhängigen Eignung der Grundierung, Trocknungszeiten und evtl. notwendigen Mischungsverhältnis, entnehmen Sie den entsprechenden Datenblättern.

Vorhandene Fugen aus dem Untergrund, wie z.B. Gebäudetrenn- oder Bewegungsfugen, sind in den Fliesenbelag zu übernehmen.

Bei der Verlegung auf zement- oder calciumsulfatgebundenen Untergründen im Bodenbereich, darf der Untergrund die folgenden Feuchtigkeitsgehalte nicht überschreiten.

Zulässige Restfeuchte von:

  • unbeheizten zementgebundenen Untergründen: max. 2,5 CM-%
  • beheizten zementgebundenen Untergründen: max. 2,0 CM-%
  • unbeheizten calciumsulfatgebundenen Untergründen: max. 0,5 CM-%
  • beheizten calciumsulfatgebundenen Untergründen: max. 0,3 CM-%

Zum Anmischen des Materials wird zuerst sauberes und kaltes Leitungswasser in ein sauberes Mischgefäß gegeben und danach das Material langsam eingestreut. Anschließend beides unter ständigem Rühren mit einem geeigneten Rührwerk klumpenfrei und homogen durchmischen. Empfohlen wird bei manueller Verarbeitung ein Rührgerät mit ca. 600 UPM mit Wendel- oder Doppelscheibenrührer. Nach der Reifezeit (siehe technische Daten) muss der Frischmörtel noch einmal gründlich durchgemischt werden. Den Frischmörtel auf den vorbereiteten Untergrund auftragen und mit einer Zahnkelle (die geeignete Zahnung ist u.a. abhängig vom Fliesen- / Plattenformat und Untergrundebenheit) gleichmäßig aufkämmen. Bei der Verlegung der Fliesen oder Platten, ist die klebeoffene Zeit des Frischmörtels zu beachten, da ein Verlegen nach der Hautbildung keine ausreichende Untergrundhaftung mehr sicherstellt. Anschließend werden die Fliesen oder Platten in das Kleberbett eingelegt und mit leicht schiebenden/drückenden Bewegungen, in Richtung von bereits verlegten Fliesen weg (um Kleberwülste in den Fugen zu vermeiden), positioniert. Zur Erzielung eines gleichmäßigen Fugenbildes, empfiehlt sich die Verwendung von Fugenkreuzen. Bei der Verlegung im Außenbereich, empfehlen wir, zusätzlich eine Kratzspachtelung (dünner Kleberauftrag) mit der glatten Seite der Zahnkelle auf die Plattenrückseite aufzutragen. Diese Verlegemethode stellt eine nahezu vollständige Anbindung und eine hohlraumfreie Verlegung auf dem Untergrund sicher. Aus den Fugen evtl. herausquellender Kleber muss umgehend entfernt werden. Bewegungsfugen dürfen nicht mit Mörtel überbrückt oder verschlossen werden und müssen, für späteres Verschließen mit einem flexiblen Fugendichtstoff, offen bleiben. Für das fachgerechte Verlegen von Platten, empfiehlt sich die Verwendung von Verlegeplänen.

Häufig gestellte Fragen

Fliesenkleber ist nicht gleich Fliesenkleber – über den Einsatz des richtigen Baustoffs entscheidest Du, nachdem Du die Größe der Fliese oder Platte und den Untergrund geplant hast.

SAKRET Flexkleber ist ein Kleber, den Du zum Ansetzen und Verlegen von Fliesen und Platten auf verschiedenen mineralischen Untergründen einsetzt. Außerdem kannst Du mit dem Kleber neue Fliesen auf alten Fliesen verlegen – und zwar auf Wänden und Böden im Innen- und Außenbereich des Hauses.

Dabei unterscheidet sich auch das Verlegen an der Wand von der auf dem Boden. Dort ist die Druckbelastung höher als an der Wand. Weil die Fliesen möglichst hohlraumfrei und satt in Kleber eingebettet sein sollten, musst Du hier besonders sorgfältig arbeiten – je größer die Fliesen, desto schwieriger wird das.

Noch ein Tipp: Achte auf die richtige Spachtelzahnung - hier bieten sich 4 mm bis 12 mm bei Fliesenkantenlängen zwischen 10 und 30 Zentimetern an. Je größer die Fliese, desto größer sollte die Spachtelzahnung sein.

Bevor Du loslegst, überlege, ob Du genug Material hast: Der Materialverbrauch ist abhängig von der Beschaffenheit des Untergrundes, dem Format der Fliese oder Platte und dem Werkzeug: Bei einer Zahnung von 4 Millimetern brauchst Du erfahrungsgemäß 1,6 Kilogramm Material für einen Quadratmeter, bei einer dreimal so großen Zahnung von 12 Millimetern sind es 4,2 Kilogramm.

SAKRET Flexkleber rührst Du an, in dem Du sauberes, kaltes Leitungswasser in ein sauberes Mischgefäß gibst und dann das Material langsam einstreust. Anschließend mischst Du mit einem geeigneten Rührwerk klumpenfrei und homogen durch – wir empfehlen dabei 600 UPM mit einem Bohrmaschinenrühraufsatz.

Lass nun die Masse drei Minuten reifen und rühre sie dann erneut gründlich durch.

Denk dran, dass Du das Material innerhalb von maximal zwei Stunden verarbeiten solltest – also rühre im ersten Arbeitsgang nicht zu viel Material an. Wird der Mörtel zwischendurch hart, solltest Du ihn nicht erneut mit Wasser aufrühren.

Wichtig ist auch die klebeoffene Zeit, sie beträgt nur 30 Minuten. Der Unterschied ist: Die Verarbeitungszeit beginnt mit dem Anrühren des Klebers. Die klebeoffene Zeit beginnt am dem Moment, in dem Du den Kleber aufträgst, um die Fliese zu kleben. Überschreitest Du diese Zeit, bildet sich eine Haut, auf der die Fliese oder Platte nicht mehr richtig klebt.

Den frischen Mörtel trägst Du dann auf den vorbereiteten Untergrund auf und kämmst ihn mit einer Zahnkelle gleichmäßig auf. Wenn Du draußen arbeitest, dann empfehlen wir eine dünne Klebeschicht auf der Plattenrückseite, um möglichst jeden Hohlraum unter dem Bodenbelag zu vermeiden. Achte darauf, Kleber, der aus den Fugen herausquillt, wieder zu entfernen.

Natürlich, denn sonst hält der spätere Belag nicht mehr – mit fatalen Folgen. Der Untergrund muss fest, sauber und tragfähig sein. Das heißt, es sollte frei von Rissen und Ausblühungen sein, außerdem frostfrei und trocken. Lose und nicht tragfähige Oberflächen oder Trennschichten wie Schmutz, Staub, Fett, Öl oder Farbreste solltest Du vorher entfernen, zum Beispiel mit einer Drahtbürste. Auch ein Hochdruck- oder Sandstrahlgerät ist oft hilfreich.

Anschließend solltest Du den Untergrund sorgfältig grundieren. Denk dran, dass dieser Schritt je nach Untergrund unterschiedliche Trocknungszeiten erfordert.

Vielleicht hast Du Gebäudetrenn- oder Bewegungsfugen eingeplant? Dann solltest Du deren Verlauf auch in den Fliesenbelag übernehmen.

SAKRET Flexkleber ist relativ leicht anzuwenden, wenn Du ein paar Sachen grundsätzlich beachtest: Bei allen Arbeiten mit Zementprodukten solltest Du Handschuhe und lange Ärmel tragen, weil der Baustoff die Haut reizen kann. Schütze vor allem Deine Augen durch eine Schutzbrille vor möglichen Spritzern.

Es gibt aber ein paar Zeiten zu berücksichtigen: Die Fliesen sind nach rund 24 Stunden begehbar und können dann verfugt werden. Bis Du den Boden aber wirklich belasten kannst und Deine Möbel darauf abstellst, solltest Du mindestens vier Wochen warten.

Während die Flächen trocknen, solltest Du sie vor direkter Sonneneinstrahlung, Regen, Zugluft und extremen Temperaturen– mehr als 30° Celsius und weniger als 5° Celsius – schützen.

Achte außerdem darauf, die Gefäße und Werkzeuge sofort mit Wasser zu reinigen. Ist der Kleber erst einmal getrocknet, bekommst Du das Werkzeug nur noch mit Mühe und viel Kraft sauber.

Materialreste solltest Du nicht in den Müll werfen, sondern bei einer autorisierten Sammelstelle als Bauabfall abgeben.