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SAKRET Renovier- und Putzmörtel

Zementgebundener, faserarmierter Putzmörtel zur Renovierung

Vielfältig einsetzbar zum Reparieren, als Flächenspachtel, zum Verkleben, als Unterputz zum Einbetten von Armierungsgewebe, als Haftbrücke, zum Setzen und Mauern von Porenbeton- und Kalksandsteinen.

  • Schichtdicke 3 - 10 mm
  • Faserarmiert
  • Frostbeständig
  • Hohes Standvermögen
  • Hand- und maschinenverarbeitbar
Für innen und außen
Für Wand und Decke

Hundert Aufgaben und ein Mörtel. Der SAKRET Renovier- und Putzmörtel hilft Dir in verschiedenen Klemmen aus. Er unterstützt Dich z. B. dabei, kleine Schäden an Putzen zu reparieren. Danach kannst Du mit ihm beschädigtem Mauerwerk oder Beton zu altem Glanz verhelfen. Im großen Stil macht er sich als Unterputz mit Armierungsgewebe hervorragend. Das brauchst Du unter anderem auf wärmegedämmtem Mauerwerk. Das kannst Du übrigens mit dem Verkleben von Dämmplatten im Innen- und Außenbereich mit dem Renoviermörtel erstellen. Oder aber Du nutzt den Putz als Haftbrücke auf Beton, damit nachfolgende Oberputze ausreichend halten. Aber nicht nur das: Du kannst sogar ganze Mauern aus Plansteinen wie Kalksandstein oder Porenbeton erstellen. Wie Du siehst, sind die Anwendungsmöglichkeiten des Renovier- und Putzmörtels doch recht üppig.

Wie Du den Mörtel verarbeitest
Das notwendige Werkzeug unterscheidet sich beim SAKRET Renovier- und Putzmörtel natürlich je nach Anwendung. Als Hinweis: Beim Verputzen mit Armierungsgewebe bettest Du das Gewebe zwischen zwei Schichten des Mörtels ein – wie ein (Armierungs-)Sandwich. Informationen zu den ganzen Anwendungen findest Du im Technischen Merkblatt und im Sicherheitsdatenblatt.

Mengenrechner

Artikelvarianten

Technische Daten

Auslobung Normalputzmörtel GP CS III - WC2 nach DIN EN 998-1
Baustoffklasse DIN EN 13501-1 A2 - s1, d0 (nicht brennbar)
Druckfestigkeit nach 28 Tagen 3,5 - 7,5 N/mm²
Haltbarkeit 12 Monat(e)
Körnung 1 mm
Materialverbrauch ca. 1,5 kg/m²/mm
Reifezeit ca. 3 Minute(n)
Schichtdicke ca. 3 - 10 mm
Schichtdicke als Flächenspachtel 3 - 5 mm
Schichtdicke als Verfül-/ Verkleb-/ und Mauermörtel bis 10 mm
Verarbeitungstemperatur + 5 - 30 °C
Verarbeitungszeit ca. 2 Stunde(n)
Wasserbedarf ca. 0,2 - 0,25 l/kg Trockenmörtel

Hinweis: Nur die technischen Daten aus den Technischen Merkblättern und den Sicherheitsdatenblättern sind bindend. Der Materialverbrauch ist abhängig von der Beschaffenheit des Untergrundes, der Handhabung des Werkzeuges und dem Verwendungszweck. Bei den Verbrauchsangaben (des Mengenrechners) handelt es sich um Erfahrungs- und Richtwerte, die im Einzelfall abweichen können.

Verarbeitung

Der Untergrund muss fest, sauber, tragfähig, frei von Ausblühungen, frostfrei und trocken sein. Minderfeste oder nicht tragfähige Oberflächenschichten, Trennschichten (z. B. Schmutz, Staub, Fett, Öl, Farbreste u. ä.) müssen entfernt werden. Für neuartige Putzgründe gelten die diesbezüglichen Verarbeitungsvorschriften der Hersteller.

Bei saugenden Untergründen empfiehlt sich das Auftragen einer Zwischen-beschichtung mit SAKRET Universalgrundierung im entsprechenden Mischungs-verhältnis (untergrundabhängig, siehe Technisches Merkblatt). Dieser reguliert das Saugverhalten des Untergrundes und verhindert ein Aufbrennen des SAKRET Renovier- und Putzmörtels. Kreidende bzw. sandende Untergründe sollten mit SAKRET Tiefengrund verfestigt werden. Im Zweifelsfall Probefläche anlegen.

Das Material mit kaltem Leitungswasser unter ständigem Rühren mittels eines geeigneten Rührwerkes homogen und klumpenfrei anmischen. Für die manuelle Verarbeitung empfiehlt sich ein Rührer mit ca. 600 U/min mit Wendel- oder Doppelscheibenrührer.
Der SAKRET Renovier- und Putzmörtel wird je nach Anwendung aufgetragen:
Als Klebemörtel außen:
Den Mörtel wulstförmig auf den Randbereich und punktförmig in der Mitte der Rückseite der Wärmedämmplatten (Punkt-Wulst-Verfahren) auftragen und anschließend die Wärmedämmplatten mit leicht schiebenden Bewegungen auf den Untergrund andrücken. Der Klebeflächenanteil muss hierbei mindestens 40% betragen.
Als Klebemörtel innen:
Den Mörtel vollflächig auf die Dämmplattenrückseite auftragen und anschließend mit schiebenden Bewegungen die Dämmplatten auf den Untergrund andrücken. Die hohlraumfreie Verklebung (Klebeflächenanteil: 100%) muss hierbei sichergestellt sein.
Als Armierungsmörtel:
Den Mörtel vollflächig auf die wärmegedämmte Fassade auftragen und danach das Armierungsgewebe von oben nach unten in den Mörtel einlegen und leicht andrücken. Die Bahnen des Armierungsgewebes müssen sich an den Stoßkanten um ca. 10 cm überlappen. Anschließend mit einer Traufel das Gewebe von oben nach unten durch leichten Druck in die Putzschicht einbetten.
Das Armierungsgewebe muss im oberen Drittel der Putzschicht liegen. Die Mindestauftragsstärke der Putzschicht sollte 5 mm nicht unterschreiten. Zusammenhängende Flächen sollten ansatzlos in einem Arbeitsgang verputzt werden. Arbeitsunterbrechungen sollen niemals in einer Fläche stattfinden, sondern an Gebäudeecken und -kanten oder Pfeiler und dgl.
Im Bereich von Öffnungen (Fenster, Türen und dgl.) ist zusätzlich eine Diagonalarmierung aus Armierungsgewebe einzubauen. Diese sollte vor der Flächenarmierung ausgeführt werden. Bewegungs- oder Dehnfugen sowie elastische Anschlüsse an Einbauteile (z.B. Fensterbänke) dürfen nicht überputzt werden. Bauteilwechsel oder spezielle Untergründe wie z.B. Rollladenkästen und dgl. müssen ggf. separat oder nach Vorgaben der Hersteller vorbehandelt werden.
Als Flächen- und Reparaturspachtel:
Der Mörtel wird mit einer Glättkelle aufgetragen und danach flächenbündig abgezogen. Zur Gewährleistung eines guten Haftverbundes für nachfolgende Oberputze muss die Oberfläche mit einem Gitterrabot aufgeraut werden. Bevor der Mörtel mit nachfolgenden Beschichtungen, z.B. Oberputzen oder keramischen Belägen versehen wird, ist eine Standzeit von mindestens 14 Tagen einzuhalten.
Als Haftbrücke:
Den Mörtel mit einem harten Besen oder einem Quast vollflächig deckend aufbringen. Der nachfolgende Estrich, z.B. Beton-Estrich und Schnellestrich, frisch-in-frisch, d.h. vor der vollständigen Trocknung der Haftbrücke aufbringen.

Häufig gestellte Fragen

SAKRET Renovier- und Putzmörtel ist ein mineralischer, zementgebundener Putzmörtel für viele Einsätze. Er eignet sich perfekt als Spachtel auf tragfähigen Altanstrichen oder Putzschichten, oder als Untergrundvorbereitung und Haftmörtel auf Polystyrolplatten und Beton – zum Beispiel, wenn Du Wärmedämmplatten verkleben willst.

Außerdem kannst Du kleine Ausbruchstellen in Beton, Mauerwerk und Putz reparieren, Flächen dünn verspachteln, Armierungsgewebe (z. B. das SAKRET Armierungsgewebe) einbetten oder Porenbeton- und Kalksandsteine mauern.

Der Mörtel ist mit kleinen Fasern versehen – das nennt sich faserarmiert – und haftet deswegen hervorragend. Auch kann er mit der Hand oder der Putzmaschine verarbeitet werden. Außerdem ist er atmungsaktiv, wasserabweisend und frostbeständig.

Bevor Du loslegst, überlege, ob Du genug Material hast: Der Materialverbrauch ist abhängig von der Beschaffenheit des Untergrundes, dem Verwendungszweck und natürlich der Handhabung des Werkzeuges: Rechne mit rund 1,5 kg je Quadratmeter pro Millimeter Schichtdicke.

Den SAKRET Renovier- und Putzmörtel rührst Du an, in dem Du sauberes, kaltes Leitungswasser in ein sauberes Mischgefäß gibst und dann das Material langsam einstreust. Anschließend mischst Du mit einem geeigneten Rührwerk klumpenfrei und homogen durch – wir empfehlen dabei 600 UPM mit einem Bohrmaschinenrühraufsatz.

Lass nun die Masse drei Minuten reifen und rühre sie dann erneut gründlich durch. Der fertige Mörtel ist rund zwei Stunden gut zu verarbeiten. Achte daher darauf, richtig zu portionieren. Die ansteifende Masse solltest Du nämlich nicht erneut mit Wasser aufrühren.

Der Auftrag unterscheidet sich je nach Verwendung. Als Klebemörtel außen trägst Du den Mörtel auf der Dämmplatte wulstförmig auf. Innen musst Du ihn flächig ohne Hohlräume verstreichen.

Als Armierungsmörtel trägst Du den Mörtel vollflächig auf, bevor Du eventuell Armierungsgewebe (z. B. das SAKRET Armierungsgewebe) einlegst und leicht andrückst. Beim Einsatz als Flächen- und Reparaturspachtel achte darauf, die Oberfläche anschließend aufzurauen und zwei Wochen zu warten, bevor Du Oberputze oder keramische Beläge aufbringst.

Vor dem Auftragen des SAKRET Renovier- und Putzmörtels solltest Du den Untergrund gut vorbereiten. Er sollte fest, sauber und tragfähig sein. Das heißt, es sollte frei von Rissen und Ausblühungen sein, außerdem frostfrei und trocken. Lose und nicht tragfähige Oberflächen oder Trennschichten wie Schmutz, Staub, Fett, Öl oder Farbreste solltest Du vorher entfernen, zum Beispiel mit einer Drahtbürste. Auch ein Hochdruck- oder Sandstrahlgerät ist oft hilfreich.

Saugende Untergründe solltest Du grundieren, um mehr Haftung zu erreichen. Sandende Untergründe kannst Du beispielsweise mit SAKRET Tiefengrund verfestigen.

SAKRET Renovier- und Putzmörtel ist leicht anzuwenden, wenn Du ein sorgfältig und geplant vorgehst. Außerdem solltest Du auf Deine Sicherheit achten: Bei allen Arbeiten mit Beton solltest Du Handschuhe und lange Ärmel tragen, weil der Baustoff die Haut reizen kann. Schütze vor allem Deine Augen durch eine Schutzbrille vor Spritzern.

Während die Oberflächen trocknen, solltest Du sie vor direkter Sonneneinstrahlung, Zugluft und extremen Temperaturen schützen – mehr als 30° Celsius und unter 5° Celsius gelten in dem Fall als extrem. Außerdem kannst Du die Oberflächen mit Folie oder feuchten Jutesäcken abdecken, damit sie nicht zu schnell austrocknen.

Nimm nur sauberes und rostfreies Werkzeug und reinige die Gefäße und Werkzeuge sofort mit Wasser. Denk dran, schon nach 20 Minuten ist der Mörtel am Werkzeug festgetrocknet.

Materialreste solltest Du nicht in den Müll werfen, sondern bei einer autorisierten Sammelstelle als klassischen Bauabfall abgeben.