Fachwerk verputzen
Das Verputzen einer Fachwerkfassade erfordert besondere Sorgfalt und Fachkenntnisse, um die Langlebigkeit und Ästhetik des Gebäudes zu gewährleisten. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt die Verarbeitungshinweise, um ein Fachwerk zu verputzen. Wir erklären, worauf Sie achten müssen, um eine hochwertige Putzschicht aufzubauen, die sowohl schützt als auch zur Schönheit Ihres Fachwerkgebäudes beiträgt. Unsere Expertentipps basieren auf langjähriger Erfahrung und bewährten Methoden, die sicherstellen, dass Ihr Fachwerkhaus optimal geschützt ist und seinen Charme behält.
Systemaufbau und Verarbeitung, um ein Fachwerk auszufüllen
Ein sorgfältiger Systemaufbau und die richtige Verarbeitung sind entscheidend für das erfolgreiche Verputzen eines Fachwerks. Die nachfolgenden Schritte helfen Ihnen dabei, Ihr Fachwerk optimal auszufüllen und zu schützen.
Umwandlung und Regen
In regenreichen Regionen, zum Beispiel der Beanspruchungsklasse III (über 800 ml/qm Regen pro Jahr), kann Sichtfachwerk langfristig Schaden nehmen. Aus diesem Grund sind viele Fachwerkgebäude komplett oder zumindest die Wetterseite durch eine durchgehende Putzschicht geschützt. Eine Umwandlung in Sichtfachwerk ist in diesen Fällen meist nicht ratsam. Aber auch bei durchgehender Putzschicht ist auf maximale Dampfdiffusionsfähigkeit der verwendeten Produkte zu achten.
Hinweis
In allen Fällen der Fachwerksanierung muss beachtet werden, dass Fachwerk oder ausgefachtes Holzständerbauwerk immer ein wenig starres System darstellt, so dass immer mit leichten Putzrissen gerechnet werden muss.
Fachwerk fachgerecht verputzen - Die Schritte:
Ein Fachwerk sachgemäß zu verputzen, umfasst zwar wenige, dafür aber essentielle Schritte. Folgen Sie unserer Anleitung, um ein ansprechendes und langlebiges Ergebnis zu erzielen:
1. Untergrund vorbereiten
Zunächst sollten Sie das Gefach prüfen und trocken reinigen, sowie ggf. durch Keile befestigen. Grobe Unebenheiten im Gefach gleichen Sie mit SAKRET Schlitz-, Verfüll- und Reparaturmörtel SVM aus oder ergänzen sie ggf. durch Steine.
2. Fachwerk vorbereiten
Decken Sie Hölzer durch diffusionsfähige Trennlage (z. B. Wellpapierstreifen) ab. Anschließend überspannen Sie die Hölzer mit einem Putzträger. Dabei ist darauf zu achten, diesen auf der Oberfläche des Gefaches zu befestigen und keinesfalls auf dem Holz selbst. Werden Putzträger am Holz befestigt, kann es zu Rissen in der fertigen Putzoberfläche kommen.
3. Unterputz auftragen
Bringen Sie kalkbasierenden SAKRET Unterputz auf und lassen Sie ihn ausreichend trocknen.
4. Oberputz aufbringen und strukturieren
Nach Einhalten der Standzeit erhält das neue Gefach eine Gewebespachtelung in einer Stärke von ca. 5 mm. Spachteln Sie in das obere Drittel dieser Spachtelung ist ein alkaliresistentes Glasfasergewebe ein. Um eine gewünschte Oberflächenstruktur zu erzielen, streichen Sie die Putzfläche anschließend mit einem mineralischen Oberputz und ggf. mit diffusionsoffenen Farben.
Eingesetzte SAKRET-Produkte:
Hydraulisch erhärtender, zementärer Trockenmörtel
Mörtel zum Verkleben von WDVS-Dämmplatten und zur Sanierung
Alkaliresistentes Glasfasergewebe für SAKRET WDV-Systeme