Systeme für Versorgungswege
Zufahrten und Verkehrswege der Nutzungskategorie N3 sind für gelegentlichen Fahrzeugverkehr mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 20 t ausgelegt. Gegenüber N2 ergeben sich damit erhöhte Anforderungen an Tragschichtdicke, Verdichtungsgrad und Belagsstärke. SAKRET bietet aufeinander abgestimmte Systemlösungen für gebundene und ungebundene Bauweisen – abgestimmt auf die normativen Anforderungen der ZTV-Wegebau und die gängigen Belagsmaterialien.
Normgerechter Aufbau nach ZTV-Wegebau / Nutzungskategorie N3
Zufahrten und Verkehrswege mit gelegentlichem Schwerlastverkehr bis 20 t zGG fallen unter die Nutzungskategorie N3 der ZTV-Wegebau. Der Aufbau hat den dort definierten Anforderungen zu entsprechen. Maßgeblich sind dabei:
- Erhöhte Tragschichtdicke und Verdichtungsanforderungen gegenüber N2
- Frostfreie Gründungstiefe je nach regionalem Lastfall
- Kapillarbrechende Schicht als Trennlage zwischen Erdreich und Frostschutzkoffer
- Verdichtungsnachweis des Unterbaus gemäß Anforderung
- Fugenausführung: wasserdurchlässig (Versickerung) oder oberflächenversiegelnd – je nach Entwässerungskonzept und lokalen Auflagen
- Kurvenradien und Fahrbahnbreiten frühzeitig im Entwurf festlegen – relevant für Entwässerungsgefälle und Unterbaukonstruktion
Belagsmaterialien und Gestaltung
Für Zufahrten und Verkehrswege der Kategorie N3 geeignete Beläge umfassen vollkantige und gebrochene Pflastersteine in Beton oder Naturstein. Vollkantige Steine erzeugen ein prägnantes Fugenbild und eine sachlich strukturierte Oberfläche; gebrochene Kanten und strukturierte Oberflächen setzen gestalterische Akzente. Die Wahl des Belags hat in Abstimmung mit den Tragfähigkeitsanforderungen und der vorgesehenen Fugenausführung zu erfolgen.
Planungshinweise
Vor Beginn der Erdarbeiten ist eine Leitungsauskunft einzuholen. Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder der Umwidmung von Vorgartenflächen in Stellplätze sind die baurechtlichen Anforderungen der zuständigen Baubehörde zu prüfen.