Betonsanierung

Es kommt drauf an, wie man es macht

Jeder Baustoff braucht Instandhaltung und Instandsetzung. Wenn es um Beton geht, liegt der Fokus immer gleich auf den sogenannten Infrastrukturbauten. Dabei gibt es auch jenseits von Autobahnbrücken, Tunnels und Fabrikanlagen viel zu tun.

Betonunter­konstruktionen und Sichtbe­tonflächen sind in der Bautechnik und Architektur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weit verbreitet. Vom avant­gardistischen Beton-Bungalow der 60er Jahre über den Beton-Balkon am herkömmlich gemauerten Wohnhaus bis zu Verwaltungs­gebäuden und frei gestalteten Kirchenbauten: Beton als Konstruktions­baustoff ist im Baubestand eine markante Größe. Noch ungewohnt, aber sicher zukünftig immer häufiger: Betonsanierung unter den Bedingungen des Denkmalschutzes.

Beton-Alterung bremsen

Karbonatisierung, also die chemische Umwandlung des Zementsteins durch Kohlendioxid aus der Luft, ist für Beton ein normaler Vorgang und nicht schädlich. Im Gegenteil, sie macht den Beton fester. Die Karbonatisierung erreicht größere Tiefen und damit die Bewehrung umso schneller, je geringer die Druckfestigkeitsklasse des Betons ist. Dadurch geht der "natürliche" Korrosionsschutz für die Bewehrung, das alkalische Beton-Milieu, verloren. Abplatzungen durch rostende Bewehrung sind dann das letzte Stadium der "Beton-Korrosion". Um den Korrosionsschutz zu erhalten und die Karbonatisierung zu bremsen, ist eine Hydrophobierung, bei rauer Oberfläche mit Vertiefungen und Löchern eine Feinspachtelung und zum Abschluss eine wetterresistente Beschichtung sehr gut geeignet. SAKRET bietet ein lückenloses Produktprogramm für Betonbauteile an Gebäuden an, nach DIN EN 1504-2 für die Oberflächenschutz-Klassen OS 1 (A), OS 2 (B), OS 4 (C) und OS 5a (DII).

Bei Schäden: mehrstufig Sanieren

Bei augenscheinlich intakten Beton-Oberflächen empfiehlt sich eine Kontrolle der erreichten Karbonatisierungstiefe mit Hilfe von Reagenzien und eine Prüfung der tatsächlichen Überdeckungstiefe mit einem Bewehrungs-Prüfgerät, um eventuell eine Sanierung anzustoßen, die über den Oberflächenschutz hinausgeht. Sind schon Schäden sichtbar- es gibt Rostfahnen, Beton ist abgeplatzt, die Bewehrung liegt frei -, ist die Sanierung unumgänglich. Zunächst muss bis auf die Bewehrung freigestemmt werden. Eine Behandlung mit Sakresiv Strahlmittel SV schafft einen technisch einwandfreien Untergrund und entrostet die Stahl-Bewehrung. In der Fläche kann je nach Anforderungen auch mit Wasser- oder Flammstrahlen vorbehandelt werden. Es folgt der Auftrag von Haftbrücke und Korrosionsschutz, bei SAKRET arbeitssparend in einem Produkt zusammengefasst. Anschließend wird mit SAKRET Betonersatz oder Grobmörtel reprofiliert und die Oberfläche mit PCC Feinspachtel überarbeitet. Verfahren und Material sind für jede Einbausituation geeignet, also für horizontal liegende Flächen (PCC I) und vertikale und Überkopf-Flächen (PCC II). Eine Alternative besonders für größere vertikale und Überkopf-Flächen ist der Auftrag im Spritzverfahren (SPCC), dann üblicherweise ohne nachfolgende Feinspachtelung.

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