Werk an der Wolga

Neues, hoch automatisiertes SAKRET Werk im Süden Zentralrusslands

Osteuropa erlebt in vielen Regionen und in vielen Wirtschaftssegmenten ein Wachstum, das den Euro-Raum hinter sich lässt. Das merkt man auch an der Baukonjunktur. Im Süden Zentralrusslands entsteht ein neues, hoch automatisiertes SAKRET-Werk für die starke lokale und regionale Nachfrage.

Begriffe wie „Obščestvo s ograniǵennoj otvetsvennostĭju“ gehen dem Westeuropäer nicht leicht von der Zunge, aber zumindest die Abkürzung ist Investoren, die sich in Russland engagieren, sehr geläufig. OOO steht für eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, und davon gibt es in Russland inzwischen sehr viele in allen Größenordnungen. SAKRET Russland OOO gehört eindeutig zu den größeren Neugründungen; das Unternehmen wird in enger Zusammenarbeit mit SIA SAKRET ein erstes russisches Lizenzgebiet erschließen. Die lettische SIA Sakret ist schon seit langem in den baltischen Staaten, in der Ukraine, in Russland und Weißrussland aktiv. Das Marktvolumen ist in vielen Regionen dieses riesigen Gebietes so groß, dass reine Lieferbeziehungen aus bestehenden Werken über die Landesgrenzen hinweg das Marktpotenzial bei weitem nicht ausschöpfen können.

Standort: Südliches Zentralrussland

Als ersten russischen Werksstandort hat sich SAKRET Russland die Region um die Millionenstadt Samara ausgesucht, ein Industriezentrum im Süden Zentralrusslands und direkt an der Wolga gelegen. Nach ersten Vorarbeiten im Frühjahr begann mit der Grundsteinlegung am 18. Juni die heiße Phase für den Bau des neuen Werks in Nowokuibyschewsk, einer Großstadt in etwa 20 km Entfernung zu Samara.

Bekanntes Logo, neue Schrift: SAKRET kommt in Russland an.

Im Herbst soll das neue Werk mit einer Kapazität von 150.000 to/Jahr die Produktion aufnehmen, zu Betriebsbeginn werden etwa 30 Arbeitsplätze in der weitgehend automatisierten Produktion und in Verwaltung und Verkauf neu geschaffen.

Die Bedeutung des Werks für die Region zeigte sich an den prominenten Teilnehmern bei der Grundsteinlegung. Neben dem Geschäftsführer von SIA Sakret, Andris Vanags, nahmen der selbst mehrfach als Unternehmer ausgezeichnete Bürgermeister des Standorts, Andrei Konowalow, der stellvertretende Bezirksgouverneur Aleksander Nefedow und der lettische Botschafter Edgars Skuja teil.

Bewährte Produktpalette, aber mit Akzenten für die regionale Nachfrage

„Wir werden hier für regionalen Bedarf praktisch die gleiche Produktpalette herstellen wie in unserem Stammwerk in Lettland“, sagt Andris Vanags, Geschäftsführer von SIA SAKRET und in die Planung des russischen Werks und die Marktstrategie stark einbezogen. Anders als in Westeuropa nehmen auch gipsgebundene Produkte für den Innenbereich einen größeren Raum im Produktportfolio ein.

Das erste Werk in Russland: Drei automatisierte Produktionsstraßen mit modernster Technik.

Das russische Werk wird mit drei stark automatisierten Produktionsstraßen arbeiten, die in Zusammenarbeit mit dem finnischen Technologieunternehmen Lahti Precision Oy entworfen und gebaut werden. Eine der Produktionsstraßen wird ganz auf die Herstellung von Silomaterial ausgelegt, eine Anpassung an die typischen, eher groß dimensionierten Neubauprojekte der Region.

Der russische Markt ist Teil der SAKRET-Expansionsstrategie

Auch wenn man die osteuropäischen Länder und Regionen sehr differenziert betrachten muss und pauschale Wachstumsprognosen die regionale Situation oft nicht gut abbilden, sind die Potenziale doch ausgesprochen groß. „Unser Engagement in Russland mit einem neuen Lizenznehmer und einem top-modernen neuen Werk ist ein wichtiger Teil unserer europäischen Expansionsstrategie, die in den baltischen Staaten ja schon ausgesprochen erfolgreich verlaufen ist“, sagt Peter Aping, Geschäftsführer der SAKRET Trockenbaustoffe Europa GmbH & Co. KG. Die Vergabe der ersten Lizenz nach Russland ist damit ein erster Schritt auf einen noch stark entwicklungsfähigen Markt mit einer doppelten Dynamik: einerseits einem Neubaumarkt, wie er in Westeuropa kaum noch anzutreffen ist, und gleichzeitig einem Sanierungs- und Renovierungsmarkt, der von einem großflächigen Nachholbedarf geprägt ist.

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