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REFERENZEN | BAHNSTEIGBAU AM BROCKEN

Tradition und Eisenbahnflair im Harz – ein Fall für die Profis

Die Brockenbahn lässt seit Generationen die Herzen von Eisenbahn­liebhabern höher schlagen. Allerdings nagt der Zahn der Zeit auch an der eindrucksvollsten Traditionsbahn und ihren Bahnhöfen. Der Bahn­steig Nr. 1 auf 1.125 m Höhe, höchstgelegener Bahnhof aller deutschen Adhäsions-Schmalspurbahnen, musste saniert werden. Eine Herausforderung.


Von der Drainage, Unterbau, Oberbau, neue Schotterschicht mit SAKRET-Drainbeton bis zu Granit-Groß- und -Kleinpflaster - professionelle Bahnsanierung stellt Bauunternehmen generell vor hohe Anforderungen. Beim Bahnhof am Brocken gab es zusätzliche Herausforderungen zur Sanierung und Hochleistungslogistik. Extreme Wetterverhältnisse wie Sturm und Orkan, Starkregen und allgemein eher alpine Verhältnisse sind dort oben keine Seltenheit. Daher konnte nur in einem Zeitfenster von drei Monaten im Sommer gebaut werden: Kurze Bauzeit, extreme Wetterbedingungen und eine Logistik, die mögliche und beengte Lagerungsplätze, den felsigen Untergrund und die eingeschränkten Transportmöglichkeiten bewältigen musste.

Die Logistik


Die auf Bahnsteigprojekte spezialisierte Firma Grosse Bau GmbH, 37339 Breitenworbis koordinierte die verschiedenen Gewerke. Dabei musste u. a. der An- und Abtransport der Baumaterialien mit der Brockenbahn vom Bahnhof Drei-Annen-Hohne (Lagerplatz) erfolgen. Während der Arbeiten wurden die Züge teilweise auf Gleis 2 und 3 umgeleitet und eine Rollstuhlrampe am Gleis 3 für die gesamte Bauzeit komplett neu montiert. Während der Baumaßnahme mussten die Fahrgäste auf die anderen Bahnsteige geleitet werden.


Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH setzten auf die Grosse Bau GmbH und SAKRET.

Das Projekt:

  • Wo?

    Bahnhof Brocken (Gleis 1) km 18,6+65 – 18,9+60 

  • Höhenlage

    Höhe‎: ‎1141,2 m ü. NHN,

  • Maße des Projekts

    Breite im Mittel 3,20 Meter und Länge ca. 110,80 Meter

Die Sanierung der Brockenbahn erforderte einen perfekten Ablauf der Arbeitsfolgen in Kombination mit den SAKRET-Materialien und deren Einsatz für die Einzelprozesse.



Kurze Bauzeit, extreme Wetter­bedingungen, mit Hochleistungs­logistik und SAKRET Qualitäts­produkten.

Schritt für Schritt – im Eiltempo


Zuerst war beim alten Bahnsteig Unterbau und Oberbau aufzubrechen. Dabei waren auch Tiefbauarbeiten nötig, in der Schwere nach der DIN 18300 für Böden und Fels bis Klasse BK 7 (schwer lösbarer Fels mit hoher Festigkeit, nur wenig klüftig und verwittert).

Danach erfolgte der Neubau der Drainage zur gezielten Ableitung des anfallenden Schichtenwassers. Bei der Erneuerung der Tragschichten ging es um eine völlig neue Schottertragschicht mit einer FSS Frostschutzschicht die besonders widerstandsfähig gegen Frost und wasserdurchlässig ist. In Kombination mit SAKRET Drainagemörtel DRM entsteht bei der Verdichtung des Materials ein homogenes Planum. Der Drainagemörtel ist hydraulisch erhärtend, schwind- und eigenspannungsfrei, frostbeständig und alterungs- und volumenbeständig. Für die benötigten ca. 30 Tonnen wurde ein SAKRET-Silo auf den Brocken gebracht und installiert.


Technische Daten:

15 cm Wasserdurchlässige Betontragschicht DBD, C25/30

33 bis 31 cm Frostschutzschicht 0/45, gebrochenes Material

60 cm Gesamtaufbau bis auf den anstehenden Fels (BK 7)

eingesetzte Steine Farbe Kleinpflaster Granit: rötlich, Mulde und

Bahnsteigkante: Farbe grau (G603)

In Summe eingesetzt wurden:

ca. 320m² Natursteinkleinpflaster (Granit) und 30m² Granitplatten

115m Granitblock (30x30x100cm)

120m Entwässerungsmulde, Breite 70cm (Großpflaster-Granit)

120m Granitbord (6x6x100cm)

Der Schichtaufbau beim Bahnsteigbau.

Bei der Oberflächenbefestigung wurde zwischen der Pflasterbettung und den Pflastersteinen eine Haftbrücke einge­setzt. Die SAKRET Kontaktschlämme KS, ein einkomponentiges Zement-Sandge­misch auf mineralischer Basis mit Poly­merzusatz, ist wasserdicht, mit einer hohen Verbundsicherheit und Frost­widerstand, und bildet eine hydraulisch erhärtende, kunststoffmodifizierte Haftbrücke C2 E anlog der DIN EN 12004.

Als Fugenfüller des Naturstein-Kleinpflasters (Granit) wurde der bewährte SAKRET Steinverguss Rustic ZPF grau eingesetzt. Dieser wasserundurchlässige, zementäre Pflasterfugenmörtel mit körniger Fugenoberfläche erfüllt die Anforderungen des FGSV Arbeitspapier und nach der ZTV-Wegebau (Nutzungskategorie N1 bis N3). Rustic ZPF ist schnell begehbar und nutzbar, wasserundurchlässig und verfügt über einen hohen Frost- /Tausalzwiderstand.

Beim Neubau der Bahnsteigkante wurden Granitblöcke eingesetzt, für die Entwässerungsmulde des Oberflächenwassers Granitgroßpflaster. Für den Bahnsteig selbst wurde Granitkleinpflaster in gebundener Bauweise verlegt, die Facharbeiten zum Nachschneiden und Vergießen der Dehnungsfugen schlossen dann die Reihenfolge der Sanierungsarbeiten ab.


Handwerklich gelungen dank perfektem Arbeits­ablauf und SAKRET-Materialien mit Einsatz just in time.

Just in time – Projekt erfolgreich geschafft

Nach knapp drei Monaten mit intensiver Planung, minutiöser Logistik, bewährtem Materialeinsatz und handwerklicher Höchstleistung: der Bahnsteig Nr. 1 der Brockenbahn erstrahlt in neuem Glanz. Ein Erfolg dank langjähriger Erfahrung, höchster Produkt-Qualitätsnorm und der guten Zusammenarbeit aller Partner.



Ausführendes Unternehmen

Straßen- und Tiefbau Große GmbH

Gutstr. 2

37339 Breitenworbis

Thüringen

+49 (0) 36 / 07 49 30 17

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Zur Brockenbahn:

  • Der erste Stein

    Grundstein für den Betrieb mit der Konzessions­erteilung wurde im Jahr 1886 gelegt wurde, die feierliche Grundstein­legung am Bahnhof Brocken erfolgte im Jahr 1898.

  • Eine besondere Strecke

    Der Brockenbahnhof ist mit seinen 1.125 Höhenmetern der höchst­gelegene Bahnhof aller deutschen Adhäsions-Schmalspur­bahnen. Von hier aus bietet sich ein atembe­raubendes Panorama. Die Brockenbahn mit ihren Dampfloko­motiven (mit 700 PS) beträgt in der Gesamtstrecke insgesamt 19 Kilometer, der tiefst gelegene Bahnhof befindet sich dabei auf 121 m ü. NN.

  • Der Betreiber

    Die Harzer Schmalspur­bahnen GmbH führt seit dem 01. Februar 1993 die Bahnen in regionaler Trägerschaft als GmbH in öffentlicher Hand. Ihre Aufgabe ist der Erhalt aller drei Bahnen im Harz in ihrer Gesamtheit als Touristen­attraktion, technisches Denkmal, Transport­möglichkeit für den Güterverkehr und Beförderungs­möglichkeit für den Nahverkehr.

  • Beginn der Arbeiten

    Die Bahnsteig­sanierung begann am 23. Juli 2017 und wurde am 18. Oktober 2017 abgeschlossen.

Folgende Produkte sind bei diesem Objekt eingesetzt worden:

  • vielseitig einsetzbar

    für Wand, Boden, innen und außen

  • Haftbrücke für festen Halt

    verbindet Untergrund mit zementgebundenen Estrichen

  • schnell erhärtend

    schnell begeh- und nutzbar

  • wasserundurchlässig


  • selbstverdichtend


  • vielseitig einsetzbar

    für Wand, Boden, innen und außen

  • hohe Widerstandsfähigkeit

    frostbeständig, alterungs- und volumenbeständig


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