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BETON, ZEMENT UND VERSCHIEDENSTE MÖRTELSORTEN

Mörtel - ein Stoff für (fast) alle Fälle

Beton, Zement, Mörtel - der Profi kennt natürlich die unterschiedlichen Baustoffe und weiß, wie und wo sie in der Praxis einzusetzen sind. Aber selbst Fachleute sind sich manchmal nicht ganz sicher, durch welche Inhaltsstoffe sich die Materialien unterscheiden und welches Produkt sich für welchen Einsatzzweck am besten eignet. Gerade im Bereich der Werktrockenmörtel gibt es eine Vielzahl von Produkten am Markt.

1. Zement

Viele setzen den Begriff Zement oft fälschlich mit Beton oder Mörtel gleich. Er ist aber lediglich eine Beigabe, die sich in beiden wiederfinden kann. Zement besteht selbst aus unterschiedlichen Zutaten - darunter Kalkstein und Ton, oft außerdem Quarzsand und Eisenerz. Diese Bestandteile werden bei hohen Temperaturen gebrannt, anschließend mit weiteren Zusätzen wie Hüttensand, Flugasche, Kalkstein und Gips vermischt und schließlich sehr fein zu dem hellgrauen Pulver gemahlen, das wir als Zement kennen. Spezielle Zementsorten enthalten weitere Zusätze, wie z.B. Trass (Trasszement).

2. Beton

Vermischt man den Zement mit Wasser, Sand und Kies, erhält man Beton. Das Wasser verwandelt den Zement in einen Zementleim, der alle Kies- und Sandkörner gleichmäßig umgibt. Die anschließende Aushärtung des Betons geschieht aber nicht durch eine Verdunstung des Wassers, wie etwa bei Lehm. Zwischen Zement und Wasser läuft vielmehr eine chemische Reaktion ab - die sogenannte Hydratation - bei der die Wassermoleküle zu Bestandteilen von festen Silikathydraten werden. Das Wasser bleibt also im Beton - allerdings nicht mehr in flüssiger Form. Weil der mit Wasser ausgehärtete Zement dabei die Kies- und Sandbestandteile fest miteinander verbindet, bezeichnet man ihn auch als Bindemittel.

3. Mörtel

Während im Beton grundsätzlich Zement als Bindemittel enthalten ist, werden Mörtel - je nach Einsatzgebiet - mit verschiedensten Bindemitteln und Zusätzen angeboten.

Ist Zement das Bindemittel, spricht man von Zementmörtel. Dieser unterscheidet sich vom Beton nur dadurch, dass er keinen Kies, sondern ausschließlich Sand mit Korngröße unter 4mm enthält. In anderen Mörteln dienen statt Zement zum Beispiel Kalk, Gips oder Kunstharze als Bindemittel.

Werktrockenmörtel

Je nach Zusatzstoffen und Mischverhältnis erhält man Mörtel mit unterschiedlichen physikalischen und chemischen Eigenschaften. Um für alle Einsatzbereiche im modernen Bauwesen klar definierte Materialeigenschaften zu garantieren, wird Mörtel heute in der Regel nicht mehr nach Gutdünken oder Rezept auf der Baustelle von Hand angemischt, sondern als Werktrockenmörtel verarbeitet. Hier sind alle Inhaltsstoffe in genau definierter Zusammensetzung bereits ab Werk gemischt und werden auf der Baustelle lediglich mit einer fest vorgegebenen Menge Wasser angerührt. Der erste Zementwerktrockenmörtel wurde bereits 1936 von Arthur C. Avril, dem Gründer des Baustoffherstellers SAKRET, entwickelt. Noch heute gilt SAKRET als Spezialist mit dem breitesten Sortiment an Werktrockenmörteln für die verschiedensten Verwendungszwecke.

Betonieren, mauern, fliesen oder putzen - welcher Werkstoff für welche Aufgabe?

Während Fundamente, Bodenplatten, Keller und Geschossdecken in der Regel betoniert - also aus Beton gegossen - werden, kommen beim Mauern und Verputzen meist spezielle Werktrockenmörtel zum Einsatz.

Beim Mauern verbindet der Mörtel Steine zu festen Mauern. Je nach Art der verwendeten Steine variiert auch die Zusammensetzung des Mörtels. So sind spezielle Mörtelarten für klassische Ziegel, Porenbetonsteine oder Leichbetonsteine im Angebot. Planziegel und Hohlblocksteine werden zum Erreichen einer optimalen Wärmedämmung mit einer hauchdünnen Schicht Dünnbettmörtel mehr „verklebt“ als gemauert.

Auch Fliesenkleber, der zur Befestigung von keramischen Fliesen und Kacheln Verwendung findet, ist eigentlich ein Mörtel.

Beim Verputzen von Innen- und Außenwänden spielen unterschiedliche Anforderungen an den fertigen Putz eine Rolle. Kommt es im Außenbereich vor allem auf Wetterfestigkeit und Widerstand gegen mechanische Beschädigungen an, spielt im Innenbereich das Wohnklima eine bedeutende Rolle. Deshalb werden außen häufig besonders robuste Zementputze oder Kalk-Zementputze verwendet, während im Innenbereich Kalkputze, Gipsputze oder Kalk-Gipsputze aufgebracht werden, die besser in der Lage sind, Feuchtigkeit aufzunehmen und abzugeben und so das Raumklima regulieren. Bei mehrlagigen Putzen kommen zudem meist unterschiedliche Werktrockenmörtel für Ober- und Unterputz zum Einsatz.

Für jede Aufgabe den passenden Mörtel

Neben dem Mauern und Verputzen sind heute für viele andere Anwendungsbereiche am Bau abgestimmte Werktrockenmörtel erhältlich. Spezielle Dachdeckermörtel zur Befestigung von Grat-und Traufziegeln zeichnen sich durch ihre besondere Elastizität aus, die wegen der hohen Temperaturschwankungen im Dachbereich erforderlich ist. Besonders robuste Kanalbau- und Schachtmörtel sind ebenso erhältlich wie spezielle Fugenmörtel für das nachträgliche Verfugen von unverputzten Sichtmauerwerken.

Sogenannte Unterstopfmörtel oder Quellmörtel schwinden beim Abbinden kaum und werden deshalb verwendet, um etwa Schwellen oder Balken zu unterfüttern, Lücken zu füllen oder Unebenheiten auszugleichen. Gipsmörtel dehnt sich beim Aushärten sogar ein wenig aus und ist daher ideal um Steckdosen, Dübel oder Maueranker besonders fest einzugipsen. Besonders dünnflüssig angerührte Guss-, Verfüll- und Injektionsmörtel werden verwendet, um unzugängliche Risse und Lücken in Mauerwerken unter Druck zu verschließen, um dadurch etwa feuchte Mauern trocken zu legen. Speziell Mörtel sind außerdem zum Verkleben von Wärmedämmverbundsystemen entwickelt worden.

Spezifikationen und Normen unbedingt beachten

Zusammensetzungen und Eigenschaften der unterschiedlichen Mörtelarten sind in Normen festgelegt, die häufig vertraglicher Bestandteil von Bauaufträgen sind. Während Laien im DIY-Bereich zwischen ähnlichen Mörtelarten im gewissen Rahmen frei wählen oder Universalmörtel einsetzen können, muss der Fachhandwerker grundsätzlich auf die Einhaltung aller geforderten Spezifikationen und Normen achten, um Qualität und Sicherheit zu garantieren und gegenüber evtl. Reklamationen und Gewährleistungsansprüchen abgesichert zu sein.

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