Sanierung im CentrO Oberhausen

Mit neuer Mischung schneller am Ziel

Das CentrO in Oberhausen ist das größte Shopping- und Erlebniszentrum Deutschlands. Rund 250 Shops mit 47 Gastro­nomie-Einrichtungen, einer Multifunktionshalle mit 12.500 Plätzen, einem Legoland Discovery Centre und einem Kino ziehen jedes Jahr mehr als 20 Millionen Besucher an1. In den vergangenen Jahren hat der Betreiber das CentrO umfassend modernisiert. Vor allem die zentrale gastronomische Einrichtung, die so genannte Coca-Cola-Oase, hat ein neues Gesicht bekommen.

Sauber und planeben: Die Fliesen verwandeln den zentralen Bereich der Coca Cola-Oase in einen einladenden Foodcourt.

Den Auftrag für die aufwändigen Fliesenarbeiten erhielt nach einer Ausschreibung die Wilhelm Timm Keramik, Fliesen und Naturstein GmbH aus Oberhausen. Das Unternehmen, das seit 2004 am Markt aktiv ist, arbeitet seit vielen Jahren mit SAKRET zusammen, einem der führenden Hersteller für Trockenbaustoffe. Auch bei diesem großen Auftrag war SAKRET in die Planung und Realisierung eingebunden. „Bei einem solchen Projekt kommt es auf Tempo und Wirtschaftlichkeit an, denn die Arbeiten sollen die Gastronomie im CentrO nicht beeinträchtigen“, sagt Leonhard Rotthues, Gebietsleiter Fliesen- und Plattenverlegesysteme der SAKRET Bausysteme GmbH & Co. KG.

Start im Obergeschoss

Die Arbeiten zwischen März und November 2018 begannen im oberen Bereich der Coca-Cola-Oase. Hier ging es darum, neue Sitzgelegenheiten und eine Spielecke für Kinder zu schaffen. Ein geschwungenes Dekor mit großen Bodenfliesen in den Formaten 60/60 und 100/100 sollte die Ebene optisch aufwerten.

Zunächst mussten der alte Bodenbelag und der Estrich entfernt werden. Beim neuen Estrich auf Trennlage entschied sich Timm Fliesen wegen des engen Bauzeitplanes für SAKRET Estrichzement EZL. Mit Sand gestreckt ist er nach ca. fünf Stunden begehbar und nach drei Tagen bei einer maximalen Restfeuchte von 2,5 CM-% mit Fliesen belegbar.

Schwierig war es, die dekorativen Schwünge des Bodenbelags in den Estrich zu bringen, ohne später die Trenn- und Dehnungsfugen im Belag übernehmen zu müssen. Deswegen legte der Estrichleger Scheinfugen an, die geweitet und mit rechtwinklig zum Schnitt verlaufenden Einschnitten versehen wurden. Diese wurden mit Wellenverbindern versehen, mit SAKRET Rissharz schnell RHs vergossen und mit SAKRET Quarzsand QS abgesandet.

Für den Belag wurde der Estrich vollflächig mit SAKRET Fussbodenausgleichsmasse FAM gespachtelt. Anschließend trugen die Fliesenleger SAKRET Flexkleber FLK S2 fresh mit einer Fließbettzahnung auf den Untergrund und mit einer Kratzspachtelung auf der Rückseite der Fliesen auf. Biegsame Edelstahlschienen schlossen den Belag ab und dienten als Anschlag für die Dehnungsfuge. Der Raum zwischen den Schienen verschloss farblich abgestimmter SAKRET Silikon Dicht-E.

Zum Abschluss wurden die Fugen mit SAKRET Colorflexfuge CFF elegance in mittelgrau und basalt verfüllt. Der schnell erhärtende Fugenmörtel ist wasser- und schmutzabweisend und damit für die Belastung an einem so stark frequentierten Ort besonders geeignet.

Das Erdgeschoss wird zur technischen Herausforderung

Ein Fall für die Asphaltfräse: So konnte der gesamte Belag in kurzer Zeit aufgenommen werden.

Schwieriger war die Sanierung des Foodcourts im Erdgeschoss. Hier sollten rund 3000 Quadratmeter Boden in der zweiten Sanierungsphase von Januar bis Juli 2019 einen eleganten Look erhalten. Viele verschiedene Fliesenformate waren dafür geplant: 6-eck-Fliesen 15x17, Fliesen in Holzoptik 15/90 und Fliesen im Format 19/1,50 und 90/90. Hinzu kam ein ambitionierter Arbeitsplan: Weil die Sanierung während des Geschäftsbetriebes stattfinden musste, teilte Timm Fliesen in enger Abstimmung mit der örtlichen Bauleitung die Fläche in vier Parzellen auf, die schrittweise bearbeitet wurden.

Mit Rücksicht auf Kunden und Gäste der gastronomischen Einrichtungen arbeiteten die Fliesenleger oft nachts. Vor allem die ungewöhnliche Entfernung der alten Bodenfliesen sorgte für Lärm und Schmutz: Hier setzte Timm Fliesen eine schwere Asphaltfräse ein, wie sie in der Regel im Straßenbau verwandt wird. „Auf eine andere Art und Weise hätten wir den straffen Zeitplan nicht einhalten können“, sagt Hans-Jürgen Föhre, Bauleiter von Timm Fliesen. Die Fräse bot zudem den Vorteil, den Belag bis zum Untergrund sauber aufzunehmen.

Nachtarbeit im Centro: Mitarbeiter von Timm Fliesen grundieren mit einer besonders schnell trocknenden Grundier- und Mörtelharzmasse.

In den Gussasphaltestrich verlegten die Elektriker notwendige Leitungen, die Öffnungen wurden anschließend mit einer Mischung aus SAKRET Grundier-und Mörtelharz EPG und SAKRET Quarzsand QS 0,2-0,7 mm verschlossen, grundiert und erneut abgesandet.

Sorgfältiger Ausgleich unterschiedlicher Bodenhöhen

Vor der Verlegung der vielen unterschiedlichen Formate musste die Gesamtfläche sorgfältig geebnet werden. Einige der Schnellrestaurants und Cafeterias hatten jedoch ihre Läden im Laufe der Zeit renoviert und waren dabei von der ursprünglichen Oberkante Fertigfußboden (OKF) abgewichen. Deshalb mussten die Verleger im mittleren Bereich faserarmierte SAKRET Holzdielenausgleichsmasse HDA bis 5 mm aufbringen, im äußeren Bereich gar bis zu 10 mm SAKRET Leichtspachtelmasse LSM. Um bei einer solch großen Fläche eine gleichbleibende Konsistenz der zu gewährleisten, setze Timm Fliesen eine Putzmaschine ein. Die reduzierte die Reifezeit und beschleunigte das Spachteln: Mehrere hundert Quadratmeter konnten so in kürzester Zeit bearbeitet werden.

Dabei stellten sich gleich zwei technische Probleme. Zum einen „Entspannungsrisse“ in geringer Anzahl und Breite im inneren Kreis. Die traten auf, weil kühlere Spachtelmasse auf den wohltemperierten, 23 Grad warmen Gussasphaltestrich aufgebracht wurde. Um dies Problem zu lösen, verlegten die Fliesenleger die Bodenfliesen mit einem SAKRET FLK S2 fresh hochkunststoffvergüteten Fliesenkleber.

Die Timm Fliesen-Mitarbeiter verlegen die verschiedenen Formate mit einem kristallin abbindenden Schnellkleber.

Zum anderen musste der äußere Kreisring vor den einzel­nen Lokalen sehr schnell wieder begehbar werden. Daher entschieden sich Timm Fliesen und SAKRET dafür, die Zusammensetzung des SAKRET Grundier- und Mörtelharz EPG so zu modifizieren, das er schneller trocknet. Hier kamen die Labortechniker von SAKRET zum Einsatz: In kürzester Zeit probierten sie verschiedene Zugaben des SAKRET Epoxibeschleunigers EPB aus, bis sie nach wenigen Tagen das richtige Mischungsverhältnis fanden: So konnten die Flächen statt erst nach 16 Stunden schon nach 3 Stunden überarbeitet werden. „Nur durch diese neue Mischung war es überhaupt möglich, die fertigen Flächen bis zum frühen Morgen zu reinigen und abzudecken, bevor hungrige Gästen kamen“, erzählt Frank Schade, Gebietsleiter Bautechnik West bei der SAKRET Bausysteme GmbH & Co. KG

Pünktliche Übergabe an den Kunden

Projektleiter Hans-Jürgen Föhre, TIMM Fliesen
© RuhrLifeMedia

Nachdem diese Vorarbeiten erledigt und der Untergrund für die Fliesen vorbereitet war, verlegten die Timm Fliesen-Mitarbeiter die verschiedenen Formate mit SAKRET Kristallin-Schnellkleber KSK hohlraumarm. Durch die Zugabe von SAKRET S2 Anmachflüssigkeit entstand ein hochverformbarer, schnell erhärtender und schnell trocknender Kleber, der in Fließbettkonsistenz angemischt und aufgetragen wurde. Meter für Meter arbeiteten sich die bis zu sechs Mitarbeiter von Timm Fliesen vor.

Wie im oberen Bereich der Oase setzten sie Edelstahlschienen zur Feldbegrenzung und schlossen die Fugen mit SAKRET Colorflexfuge CFF elegance sauber ab.

„Wir sind wirklich stolz darauf, dass es uns gelungen ist, die vielen verschiedene Formate unter diesen engen zeitlichen Bedingungen bei laufendem Geschäftsbetrieb zu verlegen”, sagte Bauleiter Föhre abschließend. „Dieser Auftrag war wirklich ungewöhnlich.“

TIMM Fliesen | Fachliche Kompetenz und familiäre Tradition

Das Team aus kompetenten Fliesenlegern und Bauleitern widmet sich der Koordination und Ausführung aller nötigen Arbeiten beim Neu- oder Umbau. Die Traditionsfirma Wilhelm Timm Keramik, Fliesen und Naturstein GmbH wurde im Jahr 2004 durch Sven Timm vom Firmengründer Wilhelm Timm übernommen.

Sven Timm verfügt durch seine Tätigkeit als Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens im Fliesenlegergewerbe über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Branche. Heute beschäftigt er rund 25 erfahrene Mitarbeiter. Die Projekte des Unternehmens sind vielfältig: private Haushalten, öffentliche Bereiche, Gewerbliches, Supermärkte und Einkaufzentren.

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Wilhelm Timm Keramik
Fliesen und Naturstein GmbH

Lessingstraße 9
46149 Oberhausen
www.wilhelm-timm-fliesen.de
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Tel: 0208 6 56 06 50
facebook.com/TIMMFliesen

Im Sommer 2019 konnte Timm Fliesen die Flächen an den Auftraggeber übergeben: Durch den Umbau finden nun 1.300 Plätze und 20 Gastronomie-Mieter Platz auf 7.500 Quadratmetern Gesamtfläche und zwei Etagen. Heute nehmen Tag für Tag tausende Menschen das gastronomische Angebot wahr. Sie ahnen wohl kaum, welche Arbeit zu ihren Füßen liegt.

1 Quelle: www.food-service.de/maerkte/news/centro-oberhausen-modernisierung-der-coca-cola-oase-abgeschlossen-43267


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