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ABDICHTUNG IM BAD

Dicht ist Pflicht

Ob ganz neu geplant oder renoviert, ein Bad ist heute mehr als der funktionale gekachelte Feuchtraum von gestern. Mehr Ambiente, mehr Wohlfühlklima, das geht sogar auf kleinem Raum. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass hinter der Kunst im Bad auch immer solides Handwerk und gutes Material stecken muss.

Fachgerecht abdichten: Die Details

Die Norm für die Abdichtung von Feucht- und Nassbereichen ist die DIN 18534. Daran orientiert sich der Profi-Handwerker, und daran muss sich auch der ambitionierte Heimwerker halten. Einige wichtige Details zur Ausführung:


  • Wasser darf sich nirgendwo stauen, es muss einfach ablaufen können; dazu ist ein Gefälle zum Ablauf nötig.


  • Abdichtungen müssen als System geprüft sein; verschiedene Produktfamilien dürfen nicht gemischt werden.


  • Flüssige Abdichtungen müssen in zwei Schichten aufgetragen werden; Dichtbahnen werden vollflächig und überlappend aufgeklebt.


  • Innenkanten und Rohrdurchführungen werden mit Dichtbändern und Manschetten zusätzlich abgedichtet.


  • Abdichtungen werden unter Bade- und Duschwannen weitergeführt; alternativ können Wannendichtbänder angebracht werden.


Zwischen einer halben und einer dreiviertel Million Bäder werden jedes Jahr in Deutschland renoviert und umgestaltet, dazu kommen die heute oft etwas großzügiger geplanten Bäder in neu gebauten Wohnungen. Badgestaltung ist ein großes Thema, und fast unüberschaubar ist inzwischen das Angebot. Mögen Sie klare Linien, Stahl und Glas oder eher naturbelassene Stein- und Putzoptik? Vielleicht sogar Holz, im Original oder als hochwertige Fliesen in völlig authentischer Holzmaserung? Bevorzugen Sie den Landhausstil mit Retro-Badewanne oder eher die bodengleiche Regendusche mit großformatigen Fliesen in dunklen Schiefertönen? Sanitärbereich – schon das Wort passt gar nicht mehr in die Zeit.


Wanne im Winkel – Wasser und Spritzwasser sind kein Thema, wenn die Abdichtung stimmt

Alles nur Optik?

Natürlich spielt die Gestaltung die größte Rolle, wenn eine Renovierung ansteht oder eine neue Wohnung oder das eigene Haus geplant wird. Andererseits ist ein Bad eine Investition, die sich über lange Zeit bezahlt machen soll. 20 oder 25 Jahre sind als „bautechnische Lebensdauer“ in etwa das Maß der Dinge: So lange sollten bei üblicher Benutzung keine größeren Reparaturen an Boden, Wand und Decke nötig sein.

Ob das gelingt, entscheidet sich auf der sichtbaren Seite mit der Qualität der Oberflächen. Das ist vielleicht Sichtbeton, oft ist es Putz mit oder ohne Farbbeschichtung oder Tapete. Auf dem Boden und dort, wo es feucht und nass werden kann, sind es fast immer Fliesen. Fliesen wurden und werden traditionell zwar auch für viele andere Bereiche im Bad eingesetzt, ein Muss ist das allerdings nicht. Es ist eher eine Konvention, an die man sich gewöhnt hat, die aber immer mehr verlassen wird.

Qualitätsentscheidend ist neben den Oberflächen auch vieles, was man im fertigen Bad nicht mehr sieht. Dass Fliesen zuverlässig haften und die Fugen rissfrei bleiben, dass sich nirgends etwas aufwölbt und die Wände trocken bleiben, hat drei Gründe: gute handwerkliche Ausführung, die Beachtung der vielfältigen bautechnischen Regeln und Vorschriften und die Verwendung von hochwertigen Baustoffen. Die Optik allein macht noch kein langlebiges und qualitätvolles Bad.


Es müssen nicht immer Fliesen sein – ein neuer Stil hält Einzug im Bad

Unter der Oberfläche

Hinter den Fliesen steckt nicht nur eine gemauerte Wand oder vielleicht eine eingezogene Trockenbau-Platte. Die Wand wird üblicherweise grundiert, eine gemauerte Wand ist außerdem verputzt oder gespachtelt, um eine glatte und ebene Oberfläche herzustellen. Darauf wird eine mehrschichtige Abdichtung aufgebracht, und darauf dann ein geeigneter Fliesenkleber und die Fliese selbst.

Anders, als man als Laie vermuten könnte, übernimmt nicht die Fliese die Abdichtung gegen Duschwasser oder gegen Spritzwasser über der Badewanne und am Waschbecken. Das liegt daran, dass geflieste und verfugte Flächen tatsächlich nie dicht sein können. Auch wenn bei jedem Duschen nur wenig Wasser eindringt, vor allem über die Fugen, könnte sich über die Zeit so viel Feuchtigkeit in der Wand ansammeln, dass der Schaden groß wird. Genau das verhindert die Abdichtung unter der Fliese.


Richtig Abdichten: Mit Dichtbahn oder mit flüssiger Abdichtung

Eine Abdichtung ist nicht überall im Bad notwendig. Alle Bereiche, die üblicherweise nicht mit Wasser in Berührung kommen, müssen gar nicht abgedichtet werden. In Wandbereichen, in denen man nur mit etwas mit Spritzwasser rechnen muss, z. B. über Waschbecken oder ein gutes Stück neben einer offenen Dusche, ist eine Abdichtung dann nicht zwingend, wenn die Oberfläche wasserabweisend ist. Immer abgedichtet werden Wände, die häufig mit Wasser belastet werden – das sind die Wände über Badewannen und die Wände von Duschen – und die Böden, unabhängig davon, ob sie einen Ablauf haben oder nicht.

Wichtig ist auch der Fliesenkleber. Er muss flexibel sein, schon weil im Bad schnell große Temperaturunterschiede auftreten können. Auch wenn man es nicht sieht: Selbst Fliesen dehnen sich bei Wärme aus und ziehen sich bei Kälte zusammen – genug, um von einem unbeweglichen Untergrund abzureißen. Ein Flexfliesenkleber ist zwar ein Mörtel, aber alles andere als starr. Besonders bei den trendigen besonders großformatigen Fliesen muss der Kleber einiges an Bewegungen mitmachen.

Für Profis und erfahrene Selbermacher

Für die Abdichtung im Bad sind mehrere Arbeitsschritte nötig. Handwerker vom Fach beherrschen die natürlich zuverlässig, aber auch ambitionierte Heimwerker können sich durchaus an diese Arbeit wagen. Im Baumarkt gibt es die nötigen Produkte, manchmal sogar im praktischen Set.

Übrigens: Die bekannten Silikonfugen am Badewannenrand, am Waschbecken und an der Duschabtrennung gelten nicht als Abdichtungen. Silikonfugen sorgen nur dafür, dass die Anschlüsse gut aussehen und leicht sauber gehalten werden können. Das ist auch wichtig – aber eine professionelle Abdichtung, das wissen Sie jetzt, ist keine oberflächliche Angelegenheit.

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