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FLIESEN UND PLATTEN: PRIVATER BEREICH MIT MÄSSIGER WASSERBELASTUNG

Balkone und Terrassen

Hier zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt die Verarbeitungshinweise für Bauteile im Außenbereich mit nicht drückendem Wasser, z. B. Balkone und Terrassen.

Der Schichtaufbau für Bauteile im Außenbereich mit mäßiger Wasserbelastung (Balkone und Terrrassen).
  • Gestaltung mit Natursteinen und Platten

    Außenbereiche mit nicht drückendem Wasser: Kaum wird es wärmer in Deutschland, zieht es die Menschen nach draußen. Balkone und Terrassen werden zum Zufluchtsort. Immer öfter werden solche Außenbereichen gefliest oder mit Platten belegt. Denn Keramikfliesen sind pflegeleicht, wasserabweisend, besonders robust und bieten zudem eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten. Vor allem keramische Beläge sind hoch belastbar, weil sie hart, fest und frostbeständig sind. Perfekt eignet sich Feinsteinzeug für den Außenbereich. Diese spezielle Art des Steinzeugs wird bei hohem Druck und Temperaturen von bis zu 1.300 Grad Celsius gebrannt. So nimmt es kaum Wasser auf und ist frostsicher.

  • Temperatur gibt den Ton an

    Balkone sind hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt: Zwischen sommerlichen Werten von bis zu 50 Grad und winterlichen zweistelligen Minusgraden. Für das Material ist das eine extreme Belastung. Deshalb bedeutet der Neubelag eines Balkons meist die Sanierung des bestehenden Untergrunds vorab.


Die Schritte:

  1. Erstellung eines Gefälleverbundestrichs

    Ein ebenflächiger Gefälleverbundestrich auf der tragenden Unterkonstruktion ist Voraussetzung für die Funktionalität der anschließenden Verbundabdichtung.

    Auf den mattfeucht vorgenässten Untergrund SAKRET Kontaktschlämme KS vorlegen und anschließend frisch in frisch den Gefälleverbundestrich gemäß DIN 18560/Teil 3 erstellen. Auf ein ausreichendes Gefälle von ca. 2 % zum Rand bzw. zu Bodenabläufen/Rinnen ist zu achten.



Alternative: Grundieren des Untergrundes/Gefälleverbundspachtelung

Vor einer Gefälleverbundspachtelung die SAKRET Universalgrundierung UG (erforderlichen Verdünnungsgrad beachten) mit einer Rolle oder Bürste vollflächig auf den Untergrund auftragen und trocknen lassen.

Die Gefälleverbundspachtelung (mit z. B . SAKRET Wand- und Bodenspachtel schnell WBS) ausführen und trocknen lassen.



  1. Auftragen der Abdichtung

    Die Abdichtung (z. B . SAKRET Schnellbauabdichtung SBA in den entsprechenden Mindestschichtdicken) im ersten Arbeitsgang durch Rollen oder Streichen (Oberflächen-Porenverschluss) auf den rau abgezogenen Gefälleverbundestrich auftragen.

    Im zweiten Arbeitsgang die Abdichtung mit einer entsprechenden Zahntraufel aufkämmen und nachfolgend die Stege abglätten.

  1. Abdichten der Eckfugen und Wand-Boden-Anschlüsse

    In die noch frische erste Lage der Abdichtung werden Dichtband (Wand-Boden-Anschlüsse) und Dichtecken (Eckfugen) mit einer Glättkelle eingearbeitet.

  1. Abdichten der Bodenabläufe

    Die Dichtmanschetten (für Boden) werden über die Bodenabläufe mit einer Glättkelle in die noch frische erste Lage der Abdichtung eingebettet.

  1. Auftragen der zweiten Lage Abdichtung

    Nach Abtrocknen der ersten eine zweite Lage Abdichtung durch Rollen oder Streichen satt und oberflächendicht in der erforderlichen Schichtdicke auftragen. Auch Dichtbänder und Dichtmanschetten mit der Abdichtung bedecken.

  1. Auftragen des Klebemörtels

    Nach Trocknung der Verbundabdichtung den Klebemörtel (z. B . SAKRET Fließbettmörtel FBMvollflächig mit einer geeigneten Zahntraufel auftragen.

  1. Verlegen der Fliesen/Platten

    Anschließend die Fliesen oder Platten mit leicht schiebenden Bewegungen in das frische Kleberbett ansetzen und ausrichten. Dabei ist auf eine hohlraumfreie Bettung des Belags zu achten.

  1. Verfugen der Fliesen/Platten

    Nach Trocknung des Klebemörtels den Fugenmörtel (z. B . SAKRET Flexfugenmörtel FFM plusmit einem Fugbrett diagonal zum Belag in die Fugen einschlämmen und zeitnah bündig nachschlämmen.



Wussten Sie schon? Unser Tipp:


Ungeeignete klimatische Bedingungen wie z. B . Frost, direkte Sonneneinstrahlung etc. oder Zugluft sind zu beachten.



  1. Abwaschen des Belages

    Den Belag nach Ansteifen des Fugenmörtels mit einem Schwammbrett abwaschen und nach dem Abtrocknen mit einem leicht feuchten Schwamm nachwaschen.

  1. Elastisches Verfugen der Rand-, Anschluss- und Bewegungsfugen

    Alle Rand-, Anschluss- und Bewegungsfugen nach vollständiger Trocknung des Belags mit elastischer Dichtmasse (oder geeigneten Profilen) verschließen und die Fugenoberfläche glätten.


Eingesetzte SAKRET-Produkte:

Abbildung SAKRET Kontaktschlämme KS

SAKRET Kontaktschlämme KS

Hydraulisch erhärtende, kunststoffmodifizierte Haftbrücke 

Abbildung SAKRET Universalgrundierung UG

SAKRET Universalgrundierung UG

Wässrige, lösemittelfreie, hoch konzentrierte Dispersionsgrundierung

Abbildung SAKRET Wand- und Bodenspachtel schnell WBS

SAKRET Wand- und Bodenspachtel schnell WBS

Hydraulisch schnell erhärtender, kunststoffvergüteter Mörtel

Abbildung SAKRET Schnellbauabdichtung SBA

SAKRET Schnellbauabdichtung SBA

Hydraulisch schnell erhärtende, flexible, 2-komponentige, zementäre Schlämme

Abbildung SAKRET Fliessbettmörtel FBM

SAKRET Fliessbettmörtel FBM

Fließfähiger Flexkleber für erhöhte Anforderungen bzgl. verlängerter offener Zeit 

Abbildung SAKRET Flexfugenmörtel FFM

SAKRET Flexfugenmörtel FFM

Hydraulisch erhärtender, hochflexibler Fugenmörtel 


Hier geht's zu weiteren Verarbeitungshinweisen zu Fliesen und Platten: