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Gebundene Pflasterdecken und Plattenbeläge

Mit System sicher ausführen

Eine schadenfreie Planung und Ausführung von gepflasterten Wegen und Plätzen in den unterschiedlichsten Bereichen des öffentlichen Straßen- und Wegebaus wie auch im privaten Bereich ist unabdingbar für den späteren Nutzungskomfort sowie die attraktive Gestaltung der Flächen.

Grundsätzlich werden zum Verlegen von Pflasterbelägen zwischen der ungebundenen und der gebundenen Bauweise unterschieden. Bei der ungebundenen, traditionellen, aber auch schadensanfälligen Bauweise werden keine Bindemittel verwendet.

Die gebundene Bauweise mit zement- oder kunstharzgebundenen Fugen und/oder gebundener Bettung ist aus mehreren Gründen ein Markt mit hohem Wachstumspotenzial:

Mehr zum Thema auch in der SAKRET Broschüre: Pflaster- und Platten­verlege­systeme

  • Stolperfallen sind passé. Die Steine und Platten können weder verrutschen oder hochstehen. Sie sind fest miteinander und mit dem Bettungsmörtel verbunden.
  • Die Fugen lassen sich leicht pflegen. Insekten und Unkraut finden keinen Platz mehr, um sich in den Zwischenräumen der Pflasterung anzusiedeln.
  • Ein Auswaschen des Fugenmaterials ist wirkungsvoll verhindert. Die Fugen bilden eine feste Einheit mit den Belägen und können daher nicht mehr durch Wasser, Regen oder Kehrmaschinen ausgewaschen werden.
  • Die Fugen werden versiegelt oder wasserdurchlässig ausgeführt. Regenwasser wird entweder gezielt abgeleitet oder es versickert ins Erdreich.
  • Gebundene Pflasterdecken und Plattenbeläge sind durch farbig oder strukturiert ausgeführte Fugen gezielt als gestaltendes Element einsetzbar.

Da sich die gebundene Bauweise zunehmend etabliert und wachsender Beliebtheit erfreut, hat die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) zusätzliche Technische Vertragsbedingungen (ZTV) erstellt. Die 2013 eingeführte ZTV-Wegebau definiert und beschreibt die Ausführung der gebundenen Bauweise in verschiedene Nutzungsklassen – von geringer belasteten Flächen wie Terrassen und Gartenwege bis hin zu hoch belasteten Flächen wie Garagenzufahrten, Pkw-Stellplätzen und Feuerwehrzufahrten.

Für das einwandfreie Befestigen von gebundenen Pflasterdecken und Plattenbelägen empfiehlt sich der Einsatz von SAKRET GaLaBau-Systemen, deren Komponenten exakt aufeinander abgestimmt sind. Sie bestehen aus zement- oder kunstharzgebundene Pflasterfugenmörtel, Haftschlämme sowie Bettungs­mörtel/-bindemittel für die Erstellung von drainfähiger Bettung und Tragschicht. Wichtige Ergänzungsprodukte sind Reiniger und Farbvertiefer, elastische Fugenmassen sowie Fugenbänder für das Ausführen von Bewegungsfugen.

Verarbeitung einer wasserun­durch­lässigen Fuge auf zement­ge­bundener Basis:

Verfugung mit SAKRET Pflasterfugenmörtel ZPF / SAKRET Pflasterfugenmörtel ZPF Rustic

Die Pflaster- oder Plattenfläche ist vor der Verfugung mit SAKRET Pflasterfugenmörtel mittels eines Schlauchs mit Sprühdüse oder einem Schwammbrett ausreichend mit Wasser vorzunässen, um die weitere Wasseraufnahme zu unterbinden. Dabei kein Stauwasser bilden.

Der Pflasterfugenmörtel ist in einem sauberen Mischgefäß sorgfältig und knollenfrei mit sauberem Leitungswasser zu vermischen. Anschließend wird die Masse auf der vorgenässten Fläche verteilt und mit einem Gummiwischer o. ä. ohne Lufteinschlüsse in die Fugen eingebracht. Während des Ansteifens ist die Fläche mit Sprühnebel feucht zu halten.

Nach dem Ansteifen des Materials wird die Fläche genässt und mit hartem Besen (Schrubber) vorgewaschen.

Nach einer Wartezeit von ca. 10 Minuten wird sie intensiv nachgewaschen, ohne die Fugenoberfläche auszuwaschen.

Verarbeitung einer wasser­durch­lässigen Fuge auf kunstharz­gebundener Basis:

Verfugung mit SAKRET Pflasterfugenmörtel PF 1* / PF 1 plus* / PF PU

Die Pflaster- oder Plattenfläche darf nicht vorgenässt werden. Der SAKRET Pflasterfugenmörtel wird unmittelbar nach dem Öffnen an mehreren Stellen auf der Pflasterfläche verteilt.

Mit einem Gummiwischer oder Kokosbesen wird der Pflasterfugenmörtel in die Fuge eingearbeitet und verdichtet.

Nach Ansteifen des Pflasterfugenmörtels ist die Fläche diagonal zur Fuge kreuz und quer mit einem Kokosbesen abzufegen und das überschüssige Material zu verwerfen. Hier ist darauf zu achten, dass dabei die Fugenoberfläche gleichmäßig geschlossen und geglättet ist. Abschließend ist die Fläche mindestens 24 Stunden mittels einer unterlüfteten Abdeckfolie vor starkem Niederschlag zu schützen.

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