Positive Bilanz: die Massivbauweise

Wie nachhaltig Bauen ist, zeigt sich im Bestand

Betrachtet man die schiere Masse der Rohstoffe, die ein Mensch im Lauf seines Lebens in einem Industrieland wie Deutschland verbraucht, stehen die mineralischen Baustoffe auf einem Spitzenplatz. Grund genug, einmal über die Nachhaltigkeit in diesem Bereich der Rohstoff­nutzung nachzudenken. Die Bilanz fällt positiv aus.

Etwa 1000 Tonnen mineralischer Baustoffe entfallen rein statistisch über das ganze Leben gerechnet auf jeden Menschen in Deutschland. Nach unterschiedlichen Schätzungen beläuft sich der Bestand auf über 20 Milliarden Tonnen Gebäudemasse, etwa 650 Millionen Tonnen kommen jährlich dazu. Ob diese Masse "gut angelegt" ist, und wie unterschiedliche Konstruktionsprinzipien im Vergleich abschneiden, ist nicht einfach festzustellen. Durchgängige Bewertungskriterien, die einen gesamten Gebäude-Lebenszyklus von der Rohstoffgewinnung über den Aufwand beim Bauen, Nutzung und Instandhaltung, schließlich Rückbau und Entsorgung oder Wiederverwertung der Baustoffe betrachten, stehen noch nicht zur Verfügung.

Nachhaltigkeit beim Bauen hat viele Dimensionen

Nachhaltiges Bauen wird heute in vielen Fällen gleichgesetzt mit energieeffizientem Bauen. Die starke Betonung dieses einen Faktors greift allerdings zu kurz - Nachhaltigkeit hat viele Dimensionen. Ein Katalog von Kriterien mit einem konsistenten Bewertungsschema könnte manche sicher geglaubte Wahrheit zurechtrücken. Zum Beispiel die oft postulierte ökologische Überlegenheit nachwachsender Rohstoffe. Nachwachsende Baustoffe, also vor allem Holz, haben nicht zwangsläufig eine bessere Bilanz als die überall reichlich vorhandenen mineralischen Rohstoffe, die unter anderem mit kurzen Transportwegen, ausgereiften Produktionsverfahren, anpassbarem bautechnischen Eigenschaften und extremer Lebensdauer punkten können.

Die Sicht des Baustoff-Herstellers

Massivbau ist nicht nur emotional positiv besetzt, er hat auch belegbare Vorteile. Im direkten Vergleich z.B. mit Holzständerbauweise zeigen sich bei gleichen Anforderungen häufig geringere Erstellungs- und Instandhaltungskosten im Lebenszyklus, der in "mineralischer" statt "organischer" Bauweise auch um einiges länger ausfallen kann.

Wie sieht das ein Hersteller einer der Schlüsselkomponenten für den Massivbau? Peter Aping, Geschäftsführer des Werktrockenmörtel-Spezialisten SAKRET, beschreibt es so: "Nach wie vor bietet der Massivbau die größten Potenziale für nachhaltiges Bauen. Mauerwerkssysteme sind extrem langlebig, und man kann mit vergleichsweise geringem Aufwand, auch durch Modernisieren und Umbauen, die Nutzung flexibel erweitern. Möglich wird das auch durch die breite Palette von mineralischen Mörtelprodukten, vom Estrich über Mauermörtel bis zum Putz."

Besonders das Bauen im Bestand zeigt sich in diesem Sinn als nachhaltig. Peter Aping: "Die Gestaltungsfreiheit auch bei Modernisierung und Anpassung an neue Anforderungen ist die Stärke massiver, ,mineralischer‘ Bauweisen. Und Umbau ist mit wenigen Ausnahmen nachhaltiger als Neubau." SAKRET verfolgt diese Linie konsequent in der eigenen Produktpalette - nachzulesen u.a. in den Broschüren "Mauer- und Fugenmörtelsysteme" bzw. "Sanieren, Renovieren, Modernisieren", die unter Broschüren zur Verfügung stehen.

Bauen und Nachhaltigkeit – eine Auswahl von Faktoren:

Nutzungsqualität und Nutzerzufriedenheit

  • Ästhetische Gestaltung und Architektur
  • Materialqualitäten
  • durch Bauweise und Material bedingte Funktion
  • "objektive" Kriterien, z.B. Schallschutz, Raumluftqualität, Innenklima und Feuchte
  • "subjektive Kriterien", z.B. Behaglichkeit
  • Potenzial der Anpassung an neue Nutzungsformen, z.B. altersgerechte Umgestaltung von Bausubstanz und Haustechnik

Ökologische Qualität von Bauweise und Baustoffen im Lebenszyklus

  • bei Erzeugung, Transport und Verarbeitung der Baustoffe eingesetzte Primärenergie
  • Umwelt-Indikatoren zu allen eingesetzten Baustoffen, Hilfs- und Nebenstoffen, Komponenten, z.B. Treibhauspotenzial und Menge des Produktionsabfalls
  • Lebens- und Nutzungsdauer inkl. Möglichkeiten zur Verlängerung durch geeignete Maßnahmen
  • Rückbau, Recyclingfreundlichkeit, eventuelle Deponielasten

Kosten

  • Erstellungskosten
  • durch Bauweise / Baustoffe bedingte Betriebs- und Unterhaltskosten des Gebäudes, v.a. Energiekosten
  • Instandhaltungs-, Renovierungs- und Sanierungskosten
  • Modernisierungskosten
  • Wertentwicklung und Wiederverkaufswerte
  • Rückbaukosten
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