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Natursteinmauern mit System errichten

SAKRET GaLaBau Natursteinmauersystem

Die Natur ist und bleibt ein wohltuender Gegenpol zu unserer hektischen und hoch technisierten Welt. Da wundert es nicht, dass sich naturnah gestaltete Gärten stetig steigender Beliebtheit erfreuen. Bei ihrer Gestaltung sind Mauern aus Naturstein ein wesentliches Element. Sie fügen sich harmonisch und dekorativ in ihr Umfeld ein. Die Möglichkeiten sind vielfältig - entweder als Stützmauer, frei stehende Mauer, Ausgleich von Höhenunterschieden, Weg- oder Beeteinfassung oder Grundstücksbegrenzung.

Aufbau des SAKRET GaLaBau Natursteinmauersystems

Ihre Basis ist – wie bei einem Haus – ein stabiles, standsicheres Fundament, das frostfrei gegründet werden muss und mit bewährten Verlegesystemen wie dem SAKRET GaLaBau Natursteinmauersystem errichtet werden sollte. Zum Herstellen des Fundaments wird zunächst die vorgesehene Fläche bzw. der Verlauf der Mauer abgesteckt und das Erdreich mit einer Schaufel bis zur frostfreien Tiefe von mindestens 80 cm ausgehoben. Um die Stabilität der Mauer zu erhöhen, empfiehlt es sich Stahlmatten in den Graben einzulegen, ggf. ist es ratsam einen Statiker hinzuzuziehen.

Anschließend erfolgt das schrittweise Einbringen von SAKRET Beton/Estrich BE. Der hydraulisch erhärtende, zementäre Trockenbeton ist frostbeständig sowie einfach und schnell mit einem Rührquirl in einem Mörtelkübel anzumischen. Das Verfüllen kann lagenweise erfolgen und ist so oft zu wiederholen, bis das Fundament mit dem angrenzenden Erdreich abschließt. Es ist darauf zu achten, dass die einzelnen Schichten gut verdichtet werden und die Bewehrung vollständig und mit ausreichender Überdeckung in dem fertigen Fundament eingebettet ist.

Die erste Lage der Steine erfordert besondere Aufmerksamkeit, da sie den Verlauf der Mauer bestimmt. Deshalb sollte an ihrer Vorderseite eine Richtschnur gespannt werden. Sie sorgt dafür, dass die Mauer genau die Form erhält, die der Auftraggeber sich wünscht. Für das Setzen der Steine bietet sich der ebenfalls hydraulisch aushärtende und mit Trass versetzte Werkstrockenmörtel SAKRET Trass-Zement-Mörtel (TZM) an. Er zeichnet sich durch gute Flankenhaftung, Frostwiderstandsfähigkeit und leichte Verarbeitbarkeit aus und wird direkt vor Ort unter Zugabe von Wasser mit einem Rührquirl in einem Mörtelkübel erdfeucht angemischt. Anschließend erfolgt das Aufbringen des Mörtels auf das Fundament und das sorgfältige Andrücken mit einer Kelle, damit eine verdichtete, ebene Oberfläche entsteht. Nun kann der unterste Stein vollflächig in das Mörtelbett gesetzt und mit einem Gummihammer leicht eingeklopft werden. Muss die Mauer auf der Rückseite aufgrund baulicher Gegebenheiten abgedichtet werden, sind Holzplatten oder Schalungsbretter im Vorfeld anzubringen.

Der Raum zwischen Mauerwerk und Schalung wird mit TZM verfüllt und leicht verdichtet. Diese Vorgänge – Mörtel aufbringen, mit der Kelle andrücken, Stein setzen, mit dem Gummihammer leicht einklopfen und den Raum zwischen Mauerwerk und Schalung verfüllen und leicht verdichten – wiederholen sich mit jeder Steinlage. Gegebenenfalls müssen die Steine beim Verarbeiten mit einem entsprechenden Werkzeug in die richtige Form gebracht werden. In jedem Fall sind die Verarbeitungsrichtlinien des Steinlieferanten zu berücksichtigen.

Detail eines Natursteinmauersystems, verfugt mit Trass-Natursteinfuge.

Nach Fertigstellung des Mauerwerks erfolgt das Verfugen mit SAKRET Trass-Natursteinfuge TNF. Dieser wasserundurchlässige, trasshaltige Fugenmörtel eignet sich für alte und neue Beton- und verfärbungsfreie Natursteine. Er ist wasserfest, härtet rissfrei aus und lässt sich durch seine Geschmeidigkeit sehr gut verarbeiten. Auch er wird unter Zugabe von Wasser mit einem Rührquirl vermischt, bis er eine knollenfreie, plastische Konsistenz aufweist. Er kann eine Stunde lang verarbeitet werden und wird mit einer Fugenkelle in die Fugen gedrückt und verdichtet.

Mehr zum Thema auch in der SAKRET Broschüre: Pflaster- und Platten­verlege­systeme

Sollte auf der Rückseite eine Abdichtung erforderlich sein, ist der Mörtel nach Entfernen der Schalung zu glätten. Danach erfolgt ein zweimaliger Auftrag von SAKRET Flexible Dichtungsschlämme FDS. Sie wurde speziell für die Außenabdichtung von erdberührten Bauteilen entwickelt. Um drückendes Wasser abzuführen und die Abdichtung zu schützen, ist anschließend eine Drainagebahn anzubringen. Erst danach sollte die Rückseite mit Erdreich verfüllt werden.

Natursteinmauern können aus unterschiedlichen Materialien errichtet werden – aus Granit, Sandstein, Quarzit oder Travertin, behauen oder unbehauen, als unregelmäßiges Bruchsteinmauerwerk oder regelmäßiges Schichtenmauerwerk. Sie sind immer einzigartig in ihrem Aussehen, in ihrer Form und in ihrer Farbgebung. Jede Mauer ist ein Kunstwerk und – sorgfältig mit bewährten Materialien errichtet – eine äußerst dekorative und langlebige Visitenkarte eines jeden Garten- und Landschaftsbauers.

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